Empfang im Rathaus für geladene Gäste

Beim Empfang im Rathaus nach der Schwörfeier begrüßte Hausherr Ivo Gönner diesmal gleich drei Ministerinnen. Aber nur zwei durften reden.

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  • Beim Empfang in der ersten Reihe (von links): Annette Schavan, Monika Stolz, Prof. Karl Joachim Ebeling, Prof. Klaus-Michael Debatin, Hilde Mattheis, Martin Rivoir. 1/2
    Beim Empfang in der ersten Reihe (von links): Annette Schavan, Monika Stolz, Prof. Karl Joachim Ebeling, Prof. Klaus-Michael Debatin, Hilde Mattheis, Martin Rivoir. Foto: 
  • Ministerin Bilkay Öney beim Schwörmontagsempfang: Wir brauchen eine neue Gesellschaft der Teilhabe. 2/2
    Ministerin Bilkay Öney beim Schwörmontagsempfang: Wir brauchen eine neue Gesellschaft der Teilhabe. Foto: 
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Bei Bier, Wein und Häppchen ist der Empfang der Stadt Ulm im Rathaus immer eine zwanglose Angelegenheit. All die Ehren- und sonstigen geladenen Gäste nutzen die Promi-Dichte zum Plaudern, Kontakte knüpfen oder vertiefen – und natürlich auch zum Gucken: Wer hat was an, wer sieht wie aus? Dabei liegt das Augenmerk naturgemäß stärker auf den Frauen, auf den Hüten und High Heels, auf den Röcken und Kleidern, denn kaum eine trug am Stadtfeiertag Hose. Doch auch unter den Männern stach einer heraus aus dem gewohnten Dunkelgrau und Schwarz: Bürgermeister Alexander Wetzig im extravaganten lichtgrauen Anzug.

Zwei der Hosenträgerinnen bat OB Ivo Gönner nach seiner Begrüßung ans Mikrofon: Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Integrationsministerin Bilkay Öney, die die Landesregierung vertrat. Die dritte Ministerin durfte im Rathaus keine Rede halten: Justizministerin Beate Merk (im cremefarbenen Ensemble mit pinkfarbenen Peep-Toes) war als Bayerin und Neu-Ulmerin gern gesehener Gast. Die bayerische Schwesterstadt wurde repräsentiert von Bürgermeister Gerhard Hölzel. Er vertrat OB Gerold Noerenberg, der in München einen Termin mit Ministerpräsident Horst Seehofer hatte.

Schavan knüpfte in ihrer kurzen Ansprache an Gönners Schwörrede an und bezeichnete Ulm als „selbstbewusste, weltoffene Stadt, die nicht stehen bleibt“. An Schwörmontag werde die „Kunst des Politischen“ in besonderer Weise deutlich. Darunter versteht sie die Kunst des Abwägens, der Akzeptanz auch der Unterschiedlichkeiten der Menschen, die den Zusammenhalt einer Stadtgesellschaft und das Miteinander ihrer Bewohner erst ermögliche. „Das Gemeinwesen lebt nicht dadurch, dass jeder an sich denkt und davon ausgeht, dass dann am Ende an alle gedacht ist.“ Vielmehr müsse ein Konsens gefunden werden, der alle berücksichtige und mit dem alle leben können. Schavan dankte dafür, „wie die Kunst des Politischen hier praktiziert wird“.

Alle Bürger einbinden, allen gleiche Chancen bieten – das ist auch das Thema der Integrationsministerin. Öney dankte ihrem Parteigenossen Gönner für seine „klaren Worte gegen Rechtsradikalismus und Gewalt“ in der Schwörrede. Ulm habe eine reiche Migrationsgeschichte und sei ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und wirtschaftlichen Erfolg. Öney lobte die Donauaktivitäten, die einen Beitrag lieferten zum Zusammenwachsen Europas.

Dass ihr Stuhl während der Schwörfeier leer geblieben war, lag nicht daran, dass sie zu spät in Ulm angekommen war, erklärte Öney. Sondern an Peter Kulitz. „Ich bin schon seit 9.30 Uhr in der Stadt und hatte ein gutes Gespräch mit dem IHK-Präsidenten.“ Ein so gutes offenbar, dass sie nicht rechtzeitig auf den Weinhof kam. Jedenfalls wurde sie nicht mehr zu ihrem Platz durchgelassen, wie Gönner erzählte.

Der OB begrüßte noch diejenige Frau mit der weitesten Anreise: Ann Dorzback, eine in Ulm geborene Jüdin, die auch mit über 90 jedes Jahr zum Schwörmontag aus den USA einfliegt.

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