Eltern sollen über Spielplatz entscheiden

Wo sollen Ludwigsfelder Kinder künftig spielen? Die Stadtverwaltung hofft, dass ihr eine Umfrage unter deren Eltern Klarheit verschafft.

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Zurzeit existieren westlich der Memminger Straße zwei Spielplätze. Beide im Südwesten des Stadtteils, lediglich 200 Meter Luftlinie voneinander entfernt: Die Spielplätze Schwalbenweg und Oberfeld. Für die 68 Kinder bis zu sechs Jahren, die aktuell in den nordwestlichen Straßen Ludwigsfelds leben, sind die Plätze ganz schön weit weg.

Das möchte die Neu-Ulmer Stadtverwaltung ändern. Der DIN 18034 folgend hat sie sich das Ziel gesetzt, Spielplätze möglichst so anzulegen, dass Kinder sie nach maximal 400 Metern erreichen können. So schlägt sie vor, den Spielplatz Schwalbenweg aufzugeben und einen neuen 300 Meter weiter nördlich am Drosselweg zu schaffen. Dieser Plan reicht weit zurück. Bereits 2004 sollten Haushaltsmittel für das Vorhaben eingestellt werden, was letztlich nicht geschah.

Während der Sitzung des Technischen Ausschusses öffentlicher Lebensraum und Verkehr wurde die angepeilte Spielplatzverlagerung wieder aufgegriffen. Einen neuen zu bauen, würde etwa 60 000 Euro kosten, berichtete die Verwaltung. Das ginge allerdings nur, wenn die gut erhaltenen Spielgeräte vom Schwalbenweg mitgenommen würden. Dabei handelt es sich um eine Kleinkinderschaukel, ein Sandspiel mit Rutsche für Kleinkinder und ein Wipptier. Für die etwas größeren Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren soll der Platz um altersgemäßes Spielgerät ergänzt werden. Wegen seiner Lage am Illerkanal, so schlägt die Verwaltung weiter vor, wird der Platz eingezäunt.

Der Standort zwischen Drosselweg und Illerkanal auf Höhe des Zeisigwegs ists, was den Stadträten Erich Krnavek (SPD) und Andreas Schuler (FWG) nicht gefällt. Er sei zu gefährlich, meinen sie. Auch fehle dort die Möglichkeit, sich kreativ mit der Umgebung auseinanderzusetzen.

Das sieht Oberbürgermeister Gerold Noerenberg nicht so. Er erinnerte daran, dass es auf dem Schwal einen Spielplatz gebe, wo noch nie ein Kind wegen der Nähe zur Donau zu Schaden gekommen sei. Letztlich einigte sich der Ausschuss darauf, die Eltern zwischen Ammer- und Steinadlerweg zu befragen, welche Alternative sie vorziehen: die Beibehaltung des vorhandenen Angebots oder die Verlagerung des Platzes.

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Kommentare

26.09.2012 18:45 Uhr

*Anwohner fragen!* !??

* Denn die Anwohner sind die Leidtragenden, wenn sie 68 Schreihälse vor ihrer Haustüre haben - Tag für Tag!*

Nu !, die Kinder in Deutschland werden bekanntlich weniger ! und prozentual gibt es z.B. im Iran deutlich mehr Kinder !! als bei uns, doch immerhin gibt es in Deutschland noch welche !, eben wenige !!

Allerdings gilt ! wann !! ??? folgendes !!!?????:

*Denn die Anwohner sind die Leidtragenden, wenn sie 68 Schreihälse vor ihrer Haustüre haben - Tag für Tag!*

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Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant

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26.09.2012 17:53 Uhr

Anwohner fragen!

Da sollte man einmal die Anwohner fragen, nicht die Kinder!

Denn die Anwohner sind die Leidtragenden, wenn sie 68 Schreihälse vor ihrer Haustüre haben - Tag für Tag!

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