Elisabeth Häußler feiert 103. Geburtstag

No net nachgeba! Das ist der Wahlspruch von Elisabeth Häußler - offenbar ein gutes Rezept, um alt zu werden. Jetzt hat sie ihren 103. Geburtstag gefeiert.

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Blumen und gute Wünsche zum Geburtstag. Zum 103. gratulierte OB Ivo Gönner Elisabeth Häußler im Altenheim Wiblingen.  Foto: 

Im Altenheim in Wiblingen hat Elisabeth Häußler dieser Tage ihren 103. Geburtstag gefeiert. Prominentester Gratulant war Oberbürgermeister Ivo Gönner, der die Glückwünsche der Stadt und des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg überbrachte.

Geboren wurde sie 1912 in Eigenzell bei Ellwangen. Da ihr Vater bei einem General diente, musste die Familie immer wieder umziehen. Nach der Schulzeit begann die junge Frau eine Lehre bei einer Schneidermeisterin in Ulm. Da die Mutter sehr gut kochte, musste sie die Schneidermeisterin als Ausgleich für das geforderte Lehrgeld für ihre Tochter sonntags zum Essen einladen. Nach der Lehre arbeitete die junge Lisl, wie Elisabeth von der Familie genannt wurde, als Näherin, sie fertigte Kleidung und Änderungen im Haushalt der jeweiligen Kundin an.

1939 heiratete Elisabeth Häußler. Den Weltkrieg überstand die Familie in Ulm, oft habe sie mit ihren Kindern im Luftschutzkeller Schutz suchen müssen, berichtet sie über die Kriegszeit. In ihrer freien Zeit nähte sie hauptsächlich für die Familie und die Verwandtschaft neue Kleidung aus Stoffen, Reststücken und alter Kleidung, was man eben so ergattern konnte.

Elisabeth Häußlers Mann, gelernter Schlossermeister, später Gasmeister im Ulmer Gaswerk, sorgte für den Unterhalt der fünfköpfigen Familie. Als er 1972 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, widmete sich Elisabeth Häußler hauptsächlich ihren Enkeln, die bei ihr stricken, knüpfen und weben lernten und in ihr immer eine kompetente Partnerin für Spiele aller Art fanden.

1995 zog Elisabeth Häußler vom Kuhberg nach Wiblingen, wo sie bis vor zwei Jahren in einer eigenen Wohnung lebte. Ermöglicht wurde diese große Selbstständigkeit - neben der familiären Unterstützung - auch durch zwei Helferinnen der organisierten Nachbarschaftshilfe "Ruf & Tat" in Wiblingen.

Elisabeth Häußler hat drei Kinder, fünf Enkel und fünf Urenkel, die stolz auf ihre über 100-jährige Ur-Oma sind, die zwar im Rollstuhl sitzt und leicht dement ist, der es aber nach einem langen Krankenhaus-Aufenthalt jetzt wieder sehr gut geht. Einen Arzt besucht Elisabeth Häußler - wenn es geht - höchstens einmal im Jahr. Ihr Wahlspruch: No net nachgeba!

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