Einstimmung auf Weihnachten in der Petruskirche

Die Vorfreude auf Weihnachten treibt die Menschen in die Kirchen: Wieder schaffte es ein Konzert unter der Leitung von Kantor Oliver Scheffels, die Neu-Ulmer Petruskirche zu füllen. Am Samstag stimmten der Petrus-Chor und das Kammerorchester der Petruskirche auf die besinnliche Zeit ein.

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Den ersten Teil des Konzerts nahm das "Gloria" ein, von Antonio Vivaldi als eigenständiges Musikstück in D-Dur vertont. Die Sopranstimme von Dorothee Tsalos und die Altstimme von Barbara Raiber bestärkten das ausgewogene Zusammenspiel von Chor und Orchester. Die instrumentale Ergänzung durch Wolfgang Miller (Oboe) und Stefan Mack (Trompete) stach vor allem beim Sologesang der Sopranistin heraus.

Camille Saint-Saëns vollendete 1858 sein "Oratorio de Noël" op. 12, welches immer häufiger zu hören ist. Dieses Werk arrangierte er für Streichorchester, Harfe und Orgel und sah fünf Vokalsolisten vor. Neben Dorothee Tsalos und Barbara Raiber traten Berenike Beitzel (Mezzosopran), Alexander Dannecker (Tenor) und Sönke Morbach (Bariton) stimmlich überzeugend auf.

Saint-Saëns schuf im "Prélude" des Werkes eine Verbindung zum Weihnachtsoratorium von Bach. Im Gegensatz zu diesem festlichen Werk ist die Umsetzung durch Saint-Saëns insgesamt von Schlichtheit und einprägsamen Melodien geprägt. Eine gewisse Verspieltheit der Oratio konnte von Mona Arnold mit der Harfe wiedergeben werden. Diese ist ein typisches Element der französischen Kompositionen dieser Zeit und erzielte vor allem im Duo (D. Tsalos und S. Morbach) und im Trio (D. Tsalos, A. Dannecker, S. Morbach) eine große Wirkung.

Der Einsatz der Orgel (Johanna Larch), bei Vivaldi und bei Saint-Saëns, ob als Begleitung oder solistisch, ergänzte die Gesamtwirkung. Unterstützt wurde das Kammerorchester der Petruskirche zudem von zwei jungen Violinspielern, die das Weihnachtskonzert sehr bereicherten.

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