Einstimmig für neuen Eingang am Petrusplatz

Am Plan und an den Kosten gab es Kritik, trotzdem stimmten die Stadträte einhellig der Neugestaltung des Museumseingangs zu. Vorerst jedenfalls.

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Nach all der Kritik war das Ergebnis eher überraschend: Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt des Neu-Ulmer Stadtrats hat sich einstimmig für die Pläne der Ulmer Innenarchitektin Sigrid Rupf für die Neugestaltung des Eingangs zum Edwin-Scharff-Museum und des Museumscafés ausgesprochen.

Rupf schlägt vor, die Fassade nach vorn zu ziehen - der Arkadengang fiele damit weg. Der Museumseingang soll nach links verlagert und vom Petrusplatz aus etwas auffälliger werden. Das Café soll ins Museum integriert werden. Damit das Café unabhängig vom Museum geöffnet sein kann, wird eine verschiebbare Glastrennwand zum Museumsbereich eingezogen. Die Baukosten schätzt die Stadtverwaltung alles in allem auf rund 680 000 Euro.

Das gesamte Museum werde dadurch optisch aufgewertet, stellte die Stadtverwaltung dar. "Das Museum ist ein Aushängeschild. Dem wird durch die Neugestaltung Rechnung getragen", sagte Bürgermeister Gerhard Hölzel. Allerdings muss der Architekt des Gebäudes, Prof. Theodor Hugues aus München, der Neugestaltung noch zustimmen. Bei ihm liegt das Urheberrecht.

Im Edwin-Scharff-Museum fallen aber noch weitere Kosten an. Die Haustechnik ist sanierungsbedürftig, die Ausstellungsräume sind unzureichend klimatisiert, die Heizung ist immer wieder mal ausgefallen. Was die Sanierung kostet, ist offen. Karl-Eugen Scheel vom städtischen Gebäudemanagement gab 200 000 bis 300 000 Euro an, "aber nageln Sie mich darauf nicht fest".

Alles in allem ganz schön viel Geld, fanden mehrere Stadträte. Sie lobten im nächsten Atemzug samt und sonders die Arbeit des Museums und seiner Leiterin Dr. Helga Gutbrod. In mehreren Wortmeldungen quer durch die Fraktionen klang an, dass das Ja zur Neugestaltung noch nicht endgültig ist. In den Haushaltsberatungen müsse über Kosten und Zeitpunkt des Umbaus noch einmal gesprochen werden. Außer Frage stehe dagegen die Sanierung der Haustechnik.

Kritik gab es auch an den Plänen an sich. Karl-Martin Wöhner (SPD) sind sie zu dürftig. Der neue Eingang sehe aus "wie ein Schaufenster, mehr nicht". Er bezweifelt, dass der Museumseingang dadurch auffälliger und besser sichtbar werde. Wöhner vermisst zudem eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Café-Betrieb und eine Darstellung der Folgekosten.

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