50 Jahre Uni Ulm: Veranstaltungen werden mit Nobelpreisträgern fortgesetzt

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Schon jetzt wirft die „Lange Nacht der Wissenschaft“ ihre Schatten voraus. Freitag, 21 Juli, wird einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Uni Ulm. Um 14 Uhr hält EU-Kommissar Günther Oettinger den Festvortrag, von 16 Uhr an bietet die Uni bis Mitternacht ein umfangreiches Programm für die ganze Familie mit  Führungen, Präsentationen von Forschungsaktivitäten und Workshops. Die Besucher können zum Beispiel ein Herz betreten, „Notfallmedizin live“ erleben, ein Brennstoffzellenflugzeug bestaunen oder Elektromobilität und automatisiertes Fahren kennenlernen. Daneben gibt es einen Science Slam, Musik und das Catering des Studierendenwerks.

Des Weiteren wird die Vorlesungsreihe „Ulm Lectures“ wieder international hochkarätige Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Themengebieten ins Ulmer Stadthaus Ulm bringen – unter anderem die beiden Nobelpreisträger William D. Phillips und William E. Moerner. Der Physiker Phillips (7. Juli, 19 Uhr) spricht zu „Time, Einstein and the coolest stuff in the universe“, der Chemiker Moerner (6. November, 18 Uhr) hält einen Vortrag zum Thema „What can you learn from watching single molecules?“ Die Vorträgen kosten keinen Eintritt.

Ebenso gehen die Vortragsreihen „Das Gehirn – ein außergewöhnliches Organ“ und „Neurochirurgie zum Anfassen“ weiter, und auch die Ulmer Universitätsgesellschaft holt in der Reihe „Wissen erleben“ erneut fünf Spitzenforscher der Uni Ulm zum Vortrag in die Stadtmitte.

Am Ende des Jubiläumsjahrs stellen sich Uni und Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) am Freitag, 13. Oktober, um 18 Uhr, im Kornhaus noch der Frage nach der zukünftigen Rolle von Universitäten in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Journalist Dr. Jan-Martin Wiarda skizziert seine Vorstellungen und moderiert eine Diskussionsrunde mit Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Universität.

Info Download des Programms unter www.uni-ulm.de/50jahre

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12.06.2017 17:15 Uhr

Uni Ulm wirft öffentliche Gelder aus dem Fenster

Gemäß den Christian Gauss Lectures, die Jürgen Habermas 1971 an der Princeton University hielt, muss jeglicher Naturerkenntnis eine Konstitutionstheorie der Lebenswelt vorausgehen, wenn die Wissenschaften ihren Gegenstandsbereich nicht verfehlen möchten. Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Ulmer Universität verlieren sich demnach geradewegs in der Irre, solange sie verschweigen, worauf die dort erbrachten Arbeitsleistungen fußen. Unablässig so zu tun, als ob gleich welches wissenschaftliche Arbeiten voraussetzungslos ist, weist die Angehörigen der Hochschule selbst als Dilettanten aus. Anlässlich des Jubiläums stünde es deshalb zumindest den Bürgern der Stadt gut zu Gesicht, sich nicht auf solch eine Inszenierung (Seitz/Rath, 1996) einzulassen, damit sie nicht ihrerseits an der auf diese Weise gleichsam aus der vollen Hand heraus betriebenen Vergeudung öffentlicher Gelder schuldig werden.

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