Einsatz in Syrien: Bisher keine in Ulm stationierten Soldaten betroffen

Ulm ist von dem am Freitag vom Bundestag beschlossenen Einsatz in Syrien nicht betroffen. Von den bis zu 1200 Bundeswehrsoldaten werden nach bisherigen angaben keine in Ulm stationierten Soldaten sein - zumindest noch nicht. Mit Video-Umfrage: "Was sagen Ulmer zum Bundeswehreinsatz?"

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Der am Freitag vom Bundestag beschlossene Einsatz von bis zu 1200 Bundeswehrsoldaten in Syrien tangiert die in Ulm stationierten Truppenteile noch nicht. Weder das Multinationale Kommando in der Wilhelmsburg noch das Bundeswehrkrankenhaus bereiten sich derzeit auf einen Einsatz in Syrien gegen den sogenannten Islamischen Staat vor. Das teilten Sprecher beider Truppenteile auf Anfrage mit.

Der Einsatz der Aufklärungs-Tornados der Bundeswehr in Syrien werde sicherlich von der Luftwaffe geführt, sagte Oberstleutnant Harald Kammerbauer, der Sprecher des in Ulm stationierten Bundeswehrkommandos. Sollte jedoch eines Tages beschlossen werden, Bodentruppen zu entsenden, dann müsste man sich Gedanken darüber machen, ob das Kommando einen solchen Einsatz verschiedener Truppenteile führt. Für solche Einsätze sei es aufgestellt worden.

„Wir wissen, dass wir immer irgendwo dabei sind, wenn es um Auslandseinsätze der Bundeswehr geht. Aber wir haben noch keinen konkreten Auftrag.“ Mit diesen Worten reagierten Generalarzt Armin Kalinowski, Chef der Ulmer Truppenklinik, auf die aktuellen Bundestagsbeschlüsse zum Syrieneinsatz. „Wenn das Auslandskontingent der Bundeswehr erhöht wird, werden auch wir erhöhen müssen“, sagte Stabshauptmann Helmut Hillmann, einer der Pressesprecher der Klinik. Der Spagat zwischen Versorgung der Klinikpatienten und den Auslandseinsätzen sei personell für das Krankenhaus nicht immer einfach, räumte Hillmann ein. „Aber wir schaffen das noch.“ Für solche Einsätze würden in erster Linie Anästhesisten und Operateure benötigt.

Derzeit stellt die Klinik Ärzte und Sanitätspersonal für die Einsätze im nordafghanischen Masar-i-Sharif, im Kosovo, auf den Schiffen der Anti-Piraten-Aktion Atalanta am Horn von Afrika und in sieben Lagern für die Flüchtlingshilfe außerhalb Ulms.

Die Versorgung der Flüchtlinge in der Hindenburgkaserne haben inzwischen niedergelassene Ärzte von ihren Bundeswehrkollegen übernommen.

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