Diga: Einkaufen im Lustgarten macht Laune

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Auf der Diga gibt es auch Tipps für die Gartengestaltung mit exotischen Pflanzen, Wasserspielen und Deko-Artikeln.  Foto: 

Wiblingen blüht. Ganz Wiblingen duftet nach Blumen, nach Sträuchern, nach Sommer. Schon zum zwölften Mal verwandeln sich Lustgarten und ein Teil des Klosterhofs in einen riesigen Garten. Wer für nächstes Jahr den eigenen Garten verbessern, verschönern oder komplett erneuern will, der findet bei der Diga neue Inspirationen. Zudem sind genügend Fachleute vor Ort. Rund 130 Aussteller aus der Region und aus ganz Deutschland bieten seit gestern und noch bis morgen, Sonntag, schöne Dinge für Garten, Heim und Lifestyle an.

Die Messe ist für viele zu Hause Gebliebene eine willkommene Abwechslung während der Sommerferien. Veranstalter Dieter Maier erwartet trotz des wechselhaften Wetters wieder 12 000 Besucher. Er hat etliche treue Aussteller und viele Stammbesucher. „Mehr als 2000 Gartenmessen gibt es in Deutschland. Die Aussteller haben also eine große Auswahl. Trotzdem bleiben uns viele treu. Das spricht für unser Konzept“, sagt Maier. Es liege aber auch an den Besuchern. Sie strömen in den Klosterhof und decken sich mit Blumen, Steckzwiebeln oder Accessoires ein. „Die Leute sind gerne zu Hause und wollen es dort besonders schön haben. Deshalb geben sie auch mal etwas mehr Geld aus.“

„Dem Kloster tut die Veranstaltung gut. Mit der Gartenmesse haben wir eine Belebung des Klosters“, lobt Joachim Moll von der Klosterverwaltung. So sehen es auch die Wiblinger. Ihr Bürgerausschuss, auf der  Messe  mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen vertreten, ist ebenfalls voll des Lobes für die Gartenmesse. „Sie belebt Wiblingen, und wir können unsere Vereinskasse auffüllen“, sagt Bürgerausschuss-Vorsitzender Dieter Doll. Gibt es einen Sommergarten-Trend 2017? Für Maier eindeutig Ja: Edelstahl statt Rost. Die Leute wollen inzwischen Dekorationsgegenstände aus nicht rostendem, glänzendem Edelstahl und nicht mehr den Rost-Look.

Wer Eintritt für die Messe bezahlt, kann auch die Ausstellung im Klostermuseum besichtigen. Und: Dort gibt es momentan ein Highlight. Wie berichtet haben Burkhard Siemoneit und Stephan Schumann aus Ulm aus 800 000 Legosteinen das Kloster Wiblingen im Maßstab 1:43 nachgebaut. Der Gigant misst 3,50 auf 2,60 Meter. Der Kirchturm erreicht eine Höhe von 1,80 Metern. Außerdem ist der Lustgarten mit der Gartenmesse nachgebaut worden. „Wir haben zwei Jahre am Kloster gebaut und 40 000 Euro in Legosteine investiert“, erzählt der Wiblinger Burkhard Siemoneit.

Zurück zur Gartenmesse: Dort werden Fachgespräche geführt mit Gärtnermeistern oder Anbietern von Geräten aller Art. Aber auch Gartenreisen kann man an einem Stand buchen – oder Sonnenhüte kaufen. Die Aussteller bieten heimische und exotische Pflanzen an. Michael Schick aus Achstetten ist Tomatenzüchter und hat mehr als 600 Tomatensorten in seinem Garten, einen Teil davon hat er auf der Messe dabei, verkauft die Samen und gibt Interessierten Pflegetipps. Manche Sorten bietet er auch zum Kosten an. „Je dunkler die Tomaten sind, desto intensiver ist ihr Geschmack“, erläutert Schick. Er ist jedes Wochenende auf Gartenmessen, bis nach Italien fährt er mit seinen Exemplaren. „Da staunen selbst die Italiener.“

Kraut der Unsterblichkeit

Auf Kräuter hat sich Ilona Stifel aus Starzach-Bierlingen in ihrer Gärtnerei spezialisiert. Über 1000 Kräuter hat sie im Angebot und auf 60 Gartenmessen ist sie dieses Jahr schon gewesen. „Zu uns kommen Sterneköche auf der Suche nach besonderen Kräutern, aber auch die Hobbygärtnerin“, berichtet sie. Sie bietet Minze oder Thymian an, aber auch Hopfen-Oregano oder das chinesische Kraut der Unsterblichkeit namens „Jiaogulan“.

Nach wie vor ein Thema ist das Einkochen von Früchten, und Omas Küchenhobby trägt in sich das Potenzial, ein künftiger Trend zu werden. Kurt Rempfer verkauft Flaschen und Gläser sowie Literatur zur Marmeladenherstellung. Auch das ganze Zubehör wie Aufkleber, Safttuch oder Erdbeerstrunk-Entferner hat er parat.

Er kann aber ebenso Tipps geben, denn er ist selbst leidenschaftlicher Hobbykoch und produziert viel Konfitüre. „Gerade junge Leute kochen ihre Marmelade zunehmend selbst. Sie wollen ganz einfach genau wissen, was sie essen. Sie trauen industriellen Produkten nicht mehr“, weiß Rempfer.

Öffnungszeiten Die Gartenmesse (Diga) im Klosterhof und Lustgarten des Klosters Wiblingen hat heute, Samstag, von 10 bis 18 Uhr und morgen, Sonntag, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt 6 Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts.

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