Ein mehrtätiges Festival im Wiley-Sportpark?

Bryan Adams’ Konzert in Neu-Ulm hat die Fans begeistert, den Veranstaltern aber ein Minus beschert. Dennoch denken sie über eine Ausweitung des Open Air nach.

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Bryan Adams genoss den Auftritt.  Foto: 

Schimmernder Sommerabendhimmel, strahlende Fans, leuch­tende Handys:  So endete Bryan Adams‘ Konzert am Sonntagabend im Wiley-Sportpark. Noch am Morgen danach schwärmte Veranstalter Carlheinz Gern vom „wunderbar emotionalen Konzert“. Er habe den Rockstar vor drei Jahren in Salem live erlebt, „das war nicht halb so gut“. Ein Grund für den tollen Abend in Neu-Ulm, sagt Gern, sei das atmosphärisch reizvolle Gelände.

Gern, der das Konzert mit Allgäu Concert und Walter Feuchts Pomp, Duck and Circumstance und der SÜDWEST PRESSE veranstaltet hat, weist aber auf eine Problem des Areals hin: „Es ist ein Wahnsinn, die aufwendige Infrastruktur für nur ein Konzert hinzustellen.“ Man müsste den Aufwand zwei, drei Tage lang für ein richtiges Festival nutzen, dabei verschiedene Zielgruppen ansprechen: „Etwa ein Abend Bryan Adams, dann Andreas Gabalier, am dritten Tag André Rieu.“ Der Wiley-Sportpark könne weit mehr als 20.000 Besucher fassen.

7000 waren es bei Bryan Adams. 8000 wären nötig gewesen, um mit einer schwarzen Null abzuschließen, sagt Gern. Ein „überschaubares, knappes Minus“ wird es also für die Veranstalter. Enttäuscht von der Zuschauerzahl war Gern schon, in Zukunft wolle er noch früher mit dem Vorverkauf starten. Was die Ausweitung zu einem mehrtägigen Festival angeht, wird er alsbald das Gespräch mit Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg suchen.

Bewährt hat sich das Sicherheitskonzept. Schon am Nachmittag hatten 40 Polizisten das Gelände durchkämmt, es gab Security-Checks, die Beamten waren durchgehend sehr präsent. „Die Leute akzeptieren die Vorkehrungen“, hat  Michaela Bernhard von Allgäu Concerts beobachtet. Auch sie konnte dem Abend viel abgewinnen: „Super Wetter, super Stimmung, super Konzert.“

Angetan soll dem Vernehmen nach auch Bryan Adams gewesen sein. Trotz persönlicher Kontakte in die Region nächtigten die Musiker aber nicht hier, sondern fuhren gleich weiter. Am Mittwoch spielt Adams auf einem Festival in Dänemark. Ob‘s dort auch so emotional wird wie in Neu-Ulm?

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