Ein Grund zum Feiern

Ein Ort zum Spielen, Spaß haben und für Gespräche ist das Böfinger Jugendhaus für viele junge Leute. Nun feiert das Haus am 16. Juni den zehnten Geburtstag. Die Jugendlichen helfen selbstverständlich mit.

|
Nach den Renovierungs- und Streicharbeiten gönnen sich die Jugendlichen vom Böfinger Jugendhaus erstmal eine Auszeit. Foto: Lars Schwerdtfeger

Lautes Lachen und Grölen ist schon von Weitem zu hören. Gerade sind die Jugendlichen und Betreuer mit den letzten Streicharbeiten vor dem zehnten Geburtstag fertig geworden. Jetzt gönnen sie sich eine Pause, sie fangen an Tore für ein Fußballspiel aufzubauen.

Zwei der Jugendlichen sitzen im Haus und spielen UNO. Celvin (18) und sein Freund Dennis (19) sind schon sieben Jahre Gäste im Jugendhaus. Sie sind froh, dass es in Böfingen einen Ort gibt, an dem sich Jugendliche und junge Erwachsene treffen können. Dort sei jeder willkommen und das schätzen sie. Dennis gefällt es besonders gut, dass er im Jugendhaus immer jemanden zum Reden findet. Am Liebsten führt er mit den Betreuern lange Diskussionen über die unterschiedlichsten Themen. Die Jungs schauen mehrmals in der Woche vorbei. "Das ist uns sehr wichtig", sagt Dennis.

Celvin und Dennis sind nur zwei von insgesamt 1175 Jugendlichen, die monatlich das Jugendhaus Böfingen besuchen. Laut Jugendhaus-Leiterin Aida Avdic kommen nicht alle aus Böfingen. Oft würden auch Jugendliche aus anderen Stadtteilen vorbeischauen. Viele davon sind Stammgäste und bleiben dem Jugendhaus über Jahre hinweg treu. "Die nachfolgenden Generationen kommen dann einfach dazu", sagt Avdic.

Sie leitet das Jugendhaus nun schon seit vier Jahren. Zuvor hatte sie dort bereits ihr Anerkennungspraktikum als Erzieherin gemacht. Gemeinsam mit noch einem weiteren Betreuer ist sie fünf Tage in der Woche für die Jugendlichen da. Sie hilft ihnen zum Beispiel bei familiären Problemen, der Ausbildungsplatzsuche und allen anderen Sorgen, die sie beschäftigen. All das läuft im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Inzwischen sind die Fußballtore aufgebaut und die Jungs fangen an zu spielen. Einer von ihnen ist der 15-jährige Luca. Er kommt regelmäßig in das Jugendhaus, um seine Freunde zu treffen. Bereits mit acht Jahren wurde er zum ersten Mal von seinem Bruder mitgenommen. Es ist ihm wichtig, dass er im Jugendhaus von allen respektvoll behandelt wird und dass alle nett zu ihm sind. Nach kurzer Zeit hat er seinen Freund Antonio, heute 14, mit ins Jugendhaus genommen. Dort spielen sie fünf bis sechs Mal in der Woche Fuß- oder Basketball.

Die ältesten Jugendlichen, die an diesem Abend im Jugendhaus anzutreffen sind, heißen Servet und Florian. Sie sind 22 Jahre alt und schätzen das Jugendhaus als Treffpunkt. Servet kommt täglich, denn er hilft ehrenamtlich mit und möchte regelmäßig für seine Jungs da sein. Er war schon vor zehn Jahren bei der Eröffnungsfeier dabei, nun wird er auch tatkräftig beim Jubiläum mithelfen. Besonders wichtig ist ihm, dass seine Freunde und er nicht auf der Straße rumhängen. "Da ist das Jugendhaus eine gute Alternative", sagt er.

Eines fällt aber ganz besonders ins Auge - im Jugendhaus gibt es kaum Mädchen. Laut Leiterin Avdic gibt es tatsächlich kaum weibliche Besucher, obwohl die natürlich herzlich willkommen seien. Sie denkt, dass das mit der Pubertät zusammen hängt. "Mädels in dem Alter sind einfach schwieriger."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Neue Wege am Ulmer Hauptbahnhof: Rund um Stege und Gleise

Die Fußgänger am Hauptbahnhof müssen sich wieder umgewöhnen. Probleme gibt es vor allem, wenn vorgegebene Wege nicht eingehalten werden. weiter lesen