Ein bedeutender Sohn

Hermann Köhl, der Ozeanflieger, feiert 2013 gleich ein Dreifachjubiläum: vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren gestorben. Und die Überquerung des Atlantis geschah vor 85 Jahren. Das alles will Neu-Ulm feiern.

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Hermann Köhl (Zweiter von links) nach der Landung in Amerika, eingerahmt vom amerikanischen Präsidenten Calvin Coolidge und vom Freiherrn von Hünefeld. Ganz rechts ist Major Fitzmaurice zu sehen. Foto: Archiv  Foto: 

Er ist Ehrenbürger von Chicago und St. Louis - und von Neu-Ulm. Hermann Köhl, geboren am 15. April 1888 in neu-Ulm und gestorben am 7. Oktober 1938 in München, zählt zu den berühmtesten Söhnen der Stadt. Und das will sie im nächsten Jahr gebührend feiern. Was der Stadt viel Geld wert ist: 70 000 Euro wird sie für die Feierlichkeiten ausgeben. Das sind sogar 5000 Euro weniger, als ursprünglich vorgesehen waren. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats kürzte den Ansatz und wertete dies als Zeichen der Sparsamkeit.

Irgendwie muss OB Gerold Noerenberg vorher den Braten gerochen haben, denn gleich mehrfach appellierte er an die Stadträte, dem ersten Konzept für die Feierlichkeiten zuzustimmen. "Wir haben oft beklagt, dass wir nicht viel Geschichte und historische Persönlichkeiten haben." Hermann Köhl sei immerhin einer der bedeutendsten Söhne der Stadt. "Entweder wir machen das so - oder wir lassen es", setzte der OB seine Stadträte etwas unter Druck. Die ließen sich davon auch etwas beeindrucken. Und so schlossen sich alle dem Antrag von Christa Wanke (CSU) an, den Ansatz um 5000 Euro abzusenken. Ansonsten blieb es bei leichtem Gemurre, dass man hätte eigentlich noch mehr sparen können. Das letzte Wort wird aber während der Etatberatungen gesprochen.

Vorgesehen ist eine Auftaktveranstaltung am 13. April 2013 im Edwin-Scharff-Haus. Mit einer Dia-Show, zeitgenössischer Musik aus den 20er Jahren und dem Startschuss für eine Ausstellung sollen Köhls Stationen beleuchtet werden. Dazu wird ein Buffet geboten. Das alles wird rund 25 000 Euro kosten. Vor allem FDP-Stadtrat Alfred Schömig war das zu viel.

Unter dem Titel "Music in the Air" sollen an drei Abenden im Glacispark die Themen Fliegen und Musik verbunden werden. Aufspielen wird das Luftwaffenmusikkorps 1 aus München, dann führt die Christoph-Probst-Realschule ein Musical auf, das die Lehrerin Andrea Lidl-Löwlein geschrieben hat. Und schließlich wird eine Bigband Musik aus den "Golden Twenties" präsentieren. Als Datum wurde bislang nur Anfang Juli genannt. Dafür stellt die Stadt 5000 Euro bereit.

Mitte bis Ende August wird das Dietrich-Kino im Glacis Fliegerfilme zeigen, was 5000 Euro kostet.

Kostenlos ist eine zeitlich noch nicht festgelegte Radtour der Stadt in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) nach Pfaffenhofen. Dort hat Köhl gelebt, dort ist er begraben.

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