Edeka kommt in die Sedelhöfe

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Eröffnung der Sedelhöfe zum Weihnachtsgeschäft 2019: Für den Investor Lothar Schubert „ein Traum“.  Foto: 

In den Sedelhöfen wird der größte Lebensmittelmarkt in der Innenstadt entstehen. Der Projektentwickler DC Developments/DC Values aus Hamburg hat einen „sehr langfristigen Mietvertrag“ mit Edeka abgeschlossen, berichtet DC-Geschäftsführer Lothar Schubert. Edeka belegt im Untergeschoss eine Fläche von 3350 Quadratmetern und wird sich in der Nachbarschaft der DM-Drogerie befinden, die, wie berichtet, als erster Mieter feststand.

„Wir sind sehr froh über den Vertrag mit Edeka“, sagt Schubert. Nicht nur, weil damit schon frühzeitig ein Ankermieter feststeht. Sondern auch, weil noch während der Planungsphase auf die Bedürfnisse des Lebensmitteleinzelhändlers Rücksicht genommen werden kann. Die Detailplanungen beispielsweise in Bezug auf Anlieferflächen und Aufzüge werden jedenfalls auf Edeka zugeschnitten.

Der Lebensmittelmarkt soll „der zentrale Versorger in der Innenstadt“ werden, sagt Schubert. Auch Edeka ist mit dem Vertragsabschluss zufrieden. „Die zentrale Lage ermöglicht eine optimale Positionierung unseres neuen Marktes“, sagt Frank Meng, Regionalleiter Expansion bei Edeka Südwest. Er verspricht sich „eine hohe Frequenz“.

Ende 2019 soll Eröffnung sein

Die Eröffnung der Sedelhöfe, die vom Architekturbüro MSM Meyer, Schmitz-Morkramer geplant wurden, ist für Ende 2019 geplant. „Wenn alles gut geht, bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts“, sagt Schubert. „Das wäre ein Traum.“ In den vier Gebäuden des offenen Quartiers entstehen 18.000 Quadratmeter Einzelhandelsflächen, 7000 Quadratmeter Büros und 112 Mietwohnungen und 700 Stellplätze in einer Tiefgarage. Das Investitionsvolumen liegt insgesamt bei rund 200 Millionen Euro.

Mit dem Baufortschritt ist der DC-Geschäftsführer zufrieden. Die Bauarbeiten haben im August begonnen. Zuerst werden rund um das Gelände Bohrpfähle in die Erde gerammt, bevor die Grube ausgehoben wird. Rund 60 Prozent der Bohrpfähle sind mittlerweile gesetzt, berichtet Schubert. Er ist froh, dass mit den Tiefbauarbeiten das Spezialunternehmen Züblin beauftragt ist. „In einer solch zentralen Lage ist es wichtig für den Baufortschritt, dass man Spezialisten am Werk hat.“

Parallel zum Setzen der Bohrpfähle wird das Haus in der Bahnhofstraße, in dem die Sparkasse eine Filiale betrieben hat, abgerissen. Es soll Ende Januar dem Erdboden gleich gemacht sein.

Der Zeitplan für den Bau der Sedelhöfe ist eng getaktet. Schubert hofft auf einen milden Winter mit wenig Frost, so dass die Bauarbeiten ungehindert fortgesetzt werden können. Im Herbst nächsten Jahres soll die Sohle der künftigen Sedelhöfe fertig sein. Dann wird der Grundstein gelegt und die Hochbauarbeiten können starten – in 18 Metern Tiefe im vierten Untergeschoss der Tiefgarage.

Wenn das Ausheben der Baugrube beginnt, werden die Belästigungen zunehmen. „Dann wird gerammt, gerüttelt, gebaggert“, sagt Schubert. „Es gibt Lärm, Dreck und Staub, es geht nicht ohne.“ Der Investor ist aber bemüht, die Belästigungen so gering wie möglich zu halten.

Bauarbeiten Während der Bauarbeiten für die Sedelhöfe werden die noch vorhandenen Reststeine von Albert Einsteins Geburtshaus nummeriert, gesichert und eingelagert, um später der Nachwelt erhalten zu bleiben. „Wir halten unsere Versprechen ein“, betont Lothar Schubert, Geschäftsführer des Projektentwicklers DC Developments. Das Unternehmen will Ende Januar, Anfang Februar Schulklassen auf die Baustelle führen, um ihnen zu zeigen, wie die Grundmauern des Hauses gesichert werden. Schubert kann sich vorstellen, eine solche Führung auch für andere Interessierte anzubieten.

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