Drei neue Familienzentren: Erste Förder-Stufe in Ulm 2014

Ein Ort, an dem sich Eltern einfach Rat holen können, das ist die Idee von Familienzentren. Die Stadt Ulm fördert in diesem Jahr drei solcher Einrichtungen.

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Ein Familienzentrum ist eine Einrichtung, in der Eltern niedrigschwellige Angebote zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz bekommen. Seit fünf Jahren gibt es im Jörg-Syrlin-Haus Söflingen das Familienzentrum Faz, das im Rahmen eines Modellprojekts der evangelischen Landeskirche entstanden ist. Die Erfahrungen waren so positiv, dass der Gemeinderat im November beschloss, bis zu zehn Familienzentren im Stadtgebiet einzurichten und mit jeweils 15 000 Euro im Jahr zu bezuschussen.

Inzwischen liegen die ersten Bewerbungen vor. Vorgegeben war, dass ein Familienzentrum an eine mindestens dreigruppige Kita angegliedert wird und im pädagogischen Konzept Kooperationspartner wie Beratungsstellen und Bildungsträger einbindet und sich mit Angeboten im Sozialraum vernetzt.

Es gab Anträge von sechs Einrichtungen. Von diesen hat der Gemeinderat einstimmig drei ausgewählt für die Förderung ab 2014: Kita Jörg-Syrlin-Haus Söflingen (Träger: evangelischer Diakonieverband), Kita Adlerbastei in der Stadtmitte (Träger: ebenfalls Diakonie) und die neue Kita im Lettenwald Böfingen (Träger: Stadt Ulm). Dazu kommt eine Option für die städtische Kita in der Schaffnerstraße, um sie ab 2015 aufzunehmen.

Helmut Hartmann-Schmid, der Leiter des Ulmer Jugendamts, berichtete, dass die katholische Kirche Interesse bekundet hätte, sich in den Sozialräumen Wiblingen und Eselsberg als Träger von Familienzentren zu bewerben. Für die Weststadt sei alles noch offen.

Die Stadträte nahmen die Pläne einstimmig an. Allerdings monierte Dr. Haydar Süslü (SPD), dass das Angebot "etwas zu kirchenlastig" sei. Man müsse aufpassen, die niedrigschwelligen Angebote nicht für muslimische Familien zu erschweren. Darauf sagte Diakonie-Pfarrer Otto Frey: "Ich kann Sie beruhigen, die evangelische Kirche wird keine weiteren Anträge stellen."

Für die Grünen lobte Sigrid Räkel-Rehner das "gute Angebot". Barbara Münch (CDU) sprach von der Herausforderung der Familienzentren, nicht nur die eigenen Kita-Eltern zu bedienen, sondern für den ganzen Stadtteil aktiv zu sein.

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