Doppelanschluss erst 2016

Mittlerweile geht die Stadtverwaltung davon aus, dass der Bau des Doppelanschlusses an die A 8 erst 2016 beginnen kann. Jahre später als geplant.

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Durch den so genannten Doppelanschluss sollen der Containerbahnhof und die Gewerbegebiete "Ulm-Nord" und "Himmelweiler" direkt mit der A 8 verknüpft werden. Für die Zulieferer ist der Weg dorthin heute extrem umständlich, zudem leiden die Lehrer und Junginger unter schier pausenlosem Verkehr. Meist wird "Ulm Nord" vom Anschluss Ulm-West aus angefahren. Dann geht es die B 10 hinunter bis kurz vor Lehr. Unter der B 10 hindurch auf den Parallelweg dahinter. Den hinauf zum Stelzenäcker und in den Eiselauer Weg. Wer weiter zum Containerbahnhof muss, fährt noch unter der A 8 hindurch.

Doppelanschluss, das heißt: Von der Autobahn-Abfahrt Ulm-West aus werden parallel zur Autobahn Fahrbahnen in Richtung Osten geschaffen. Sie sind jeweils zweispurig geplant. Über diese Straßen erreicht der Andienungsverkehr einen noch zu schaffenden Autobahn-Anschluss Ulm-Nord. Die Zu- und Abfahrt aus Richtung München erfolgt über die nördliche, aus Richtung Stuttgart über die südliche Parallelspur zur A 8.

Dieser Umbau wird seit Jahren diskutiert. Eigentlich sollte er längst verwirklicht werden. Noch im Januar 2011 hatte Verkehrsplanungschef Thomas Feig während einer Info-Veranstaltung in Lehr gemeint, dass die Arbeiten dazu 2015 abgeschlossen würden. Daraus wird nichts, wie er bei der jüngsten Sitzung des Lehrer Ortschaftsrats bekennen musste. Inzwischen gehe die Stadt davon aus, dass der Baubeginn für dieses Vorhaben 2016 ist. 2018 soll es in Betrieb genommen werden, sagte Feig.

Die Stadtverwaltung habe zwar die Planung für das Projekt übernommen. Dass der Zeitplan für die Realisierung nicht eingehalten werde, habe allerdings nichts mit Ulm zu tun. Zum einen sei der Bau des Doppelanschlusses mit der Verbreiterung der A 8 auf sechs Fahrspuren gekoppelt - und jeder Planungsschritt müsse mit dem Regierungspräsidium in Tübingen und dem Bund abgestimmt werden. Zum zweiten fehlten noch Verkehrskreiseln im Gewerbegebiet, die vom Land mitfinanziert werden.

Eine positive Nachricht hatte Feig freilich mitgebracht. Ursprünglich hätte Ulm mit 5,7 Millionen Euro am Bau beteiligt werden sollen. "Jetzt sind wir nur noch mit 2,6 Millionen dabei."

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