Doppel-Gold für Madlen Guggenmos

Bei der Weltmeisterschaft in Suhl setzt sich eine junge Ulmerin hervorragend in Szene. Die Biathletin des DAV Ulm holte in Suhl den Weltmeistertitel im Target-Sprint.

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Doppel-Weltmeisterin: Madlen Guggenmos.  Foto: 

Der Eintrag in die Geschichtsbücher ist Madlen Guggenmos sicher – zumindest in die des Welt-Schützenverbandes. Denn die Biathletin des DAV Ulm holte in Suhl den ersten Weltmeistertitel im Target-Sprint, der je vergeben worden ist, den der Juniorinnen.

Es ist erst vier Monate her, dass sich Madlen Guggenmos entschieden hat, ganz auf die Karte Target-Sprint zu setzen. Noch im Winter war sie im Biathlon angetreten, gehörte zum baden-württembergischen Perspektivkader. Doch die hervorragenden Leistungen in den weniger wichtigen Sommerwettkämpfen, wenn Biathlon Laufen und Schießen bedeutet, konnte sie im Winter nicht umsetzen. Die Idee zum Umstieg hatte ihr langjähriger Trainer Werner Rösch. Sein Kommentar gestern: „Es freut mich riesig für sie.“

Der Target-Sprint ist eine schnelle Disziplin, die bei den Schützen immer mehr Anhänger findet. Es gilt dreimal 400 Meter zu laufen, dazwischen wird geschossen. Die Ziele: Fünf Klappen wie beim Biathlon. Der Unterschied: Es wird mit dem Luftgewehr geschossen, ausschließlich stehend, und jeder darf fünf Mal nachladen.

„Wir haben lange experimentiert, wie das am besten geht“, erklärt Madlen Guggenmos, die am Anna-Essinger-Gymnasium die Sportklasse 10f besucht. Nach mehreren Experimenten sind Jan Teubner, ihr Trainingspartner beim DAV Ulm, und sie schließlich beim Doppelklebeband gelandet: „Da geht es mit dem Nachladen einfach am schnellsten.“

Am allerschnellsten geht es aber, wenn man gleich mit den ersten fünf Schuss alles trifft. So wie es Madlen Guggenmos in Suhl bei der WM getan hat. Souverän qualifizierte sie sich am Samstag Vormittag für den Endlauf nachmittags. Es war klar, dass die härteste Konkurrenz aus dem eigenen Land kommen würde. Annika Kroiß aus Bayern, mit der sich die Ulmerin bereits in den nationalen Qualifikationen heiße Rennen geliefert hatte. Doch dieses Mal wurde es nicht eng: Je einen Nachlader brauchte Madlen Guggenmos. Nach 5:08,7 Minuten lief sie mit geballter Siegerfaust ins Ziel und hatte 17,6 Sekunden Vorsprung. Das sind Welten im Target-Sprint.

Das Sahnehäubchen gab es dann am Sonntag noch obendrauf: Madlen Guggenmos wurde aufgrund ihrer starken Leistung für die Staffel der Frauen nominiert und holte sich die zweite Goldmedaille.

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