Donaustrategie muss Menschen erreichen

Konkrete Projekte müssen her, damit die Donaustrategie beiden Menschen am Unterlauf des Flusses ankommt. Das wollen alle Ulmer Fraktionen.

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Ein Plan für nachhaltige Vorhaben der Zusammenarbeit von Ulm und Neu-Ulm mit Städten an der mittleren und unteren Donau: Das schwebt dem Ulmer Gemeinderat vor. Der Donaubeauftragte beider Städte Peter Langer und das Donaubüro sollen zusammen mit anderen örtlichen Donau-Akteuren wie dem Donauschwäbischen Zentralmuseum, Donaufest, Danube Networkes und der Europäischen Donau-Akademie Vorschläge ausarbeiten, welche Aufgaben und Schwerpunkte sich das Donau-Projekt Ulm/Neu-Ulm setzen sollte.

Dies soll aktuell auch im Lichte des vierten Jahresforums zur Donauraumstrategie am 29./30. Oktober passieren, vor allem aber über 2015 hinaus wirken. Im Sommer 2016 soll ein solches Strategiepapier durch den Ulmer Gemeinderat und den Neu-Ulmer Stadtrat beschlossen werden. Das fordern in einem Antrag, den nur die Linke nicht unterzeichnet hat, die Ulmer Rathausparteien.

Den Hintergrund liefert die Schachtelfahrt des Ulmer Gemeinderats auf der unteren Donau vom bulgarischen Ruse bis ins rumänische Tulcea. Die Stadträte unterschiedlicher Couleurs kamen sich nicht nur persönlich näher, die Fahrt sei "in vielerlei Hinsicht erfahrungs- und erkenntnisreich" gewesen, schreiben Helga Malischewski (FWG), Dr. Thomas Kienle (CDU), Dorothee Kühne (SPD), Lena Schwelling (Grüne) und Ralf Milde (FDP). Ulm und vor allem sein OB genössen flussabwärts Ansehen. "Dies sollte Verpflichtung sein, die kommunale Zusammenarbeit im Rahmen der EU-Donauraumstrategie nachhaltig fortzusetzen. Bei den Menschen in den Städten muss die Donaustrategie ankommen: durch konkrete Projekte, sichtbare positive Veränderungen im Alltag."

Das Wasser und das kulturelle Erbe

Städtetreffen Ulm, Regensburg, Passau, Ingolstadt, St.Pölten und Wien möchten im Zuge der EU-Donauraumstrategie enger zusammenarbeiten. Das haben sie bei einer Zusammenkunft von Repräsentanten dieser Städte am Donau-Oberlauf vereinbart. Das Treffen fand statt auf Initiative der Oberbürgermeister von Regensburg und Ulm, Joachim Wolbergs und Ivo Gönner. Im Mittelpunkt der Runde im Alten Rathaus zu Regensburg standen das Thema Wasser - Verkehrsweg, Umwelt- und Hochwasserschutz, Wasser-/Abwasserversorgung - und der Aspekt der Donau als kulturhistorische Verbindung. "Kulturelles Erbe, Kultur und Tourismus" wurde als Arbeitsschwerpunkt festgelegt. Basis soll, so heißt es in einer Mitteilung des Donaubeauftragten Peter Langer, der die Veranstaltung moderiert und mitorganisiert hat, ein stärkeres Engagement der oberen Donaustädte im Austausch mit Städten an den mittleren und unteren Donau sein.

Jahresforum Das Treffen diente zudem der Vorbereitung auf das vierte Jahresforum der EU-Donauraumstrategie am 29./30. Oktober in Ulm, zu dem mehr als 1000 Vertreter der EU und der Donauländer, -städte und -regionen erwartet werden. In diesem Rahmen findet die achte Konferenz der Donaustädte und -regionen statt. "Wir wollen städtische Themen, die uns bewegen, noch stärker gemeinsam voran bringen. Der untere Donauraum fordert unser Engagement", kommentierte OB Wolbergs. Und Ivo Gönner: "Eine wichtige Etappe für den Ausbau des Donaustädte-Netzwerks. Wir müssen kommunale Themen stärker in der EU-Donauraumstrategie verankern."

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