Diskussionen auf hohem Niveau

Die Resonanz auf die Friedenswochen war groß – die ersten Termine für 2018  stehen bereits fest. Und: Eine Friedensinitiative soll gegründet werden.

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So viel ist jetzt schon klar: Die Ulmer Friedenswochen haben ein eindrucksvolles Revival hingelegt – trotz einiger Bedenken im Vorfeld. Interessiert das Thema Krieg und Frieden überhaupt noch jemanden? Das fragte sich die Koordinationsgruppe im Vorfeld schon, zumal es in den vergangenen Jahren ruhig um die Friedensbewegung geworden war. Wobei: „Kriege gibt es genügend, die Voraussetzung für die Beschäftigung mit diesem Thema ist also gegeben“, sagte Lothar Heusohn von der Koordinationsgruppe, die am Montag ein Resümee der Veranstaltungsreihe zog.

Nun, die Ulmer Friedenswochen, die von Anfang September bis Mitte Oktober über die Bühne gingen, straften die Bedenkenträger Lügen: Für die 23 Veranstaltungen interessierten sich rund 1200 Besucher, „auch weil die Palette an Veranstaltungen breit war“, so Lothar Heusohn von der Koordinationsgruppe, der sich besonders darüber freute, dass nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ den Weg fanden, sondern viele junge Leute.

Vielfältige Veranstaltungen

Da gab es die Friedensmeditation, das Friedenskonzert, die Lesung in der Buchhandlung oder auch den sechsstündigen Workshop „Gewaltfreie Kommunikation und gewaltfreie Aktion“ – zu Letzterem musste sogar eine Warteliste angelegt werden, weil der Andrang groß war. Und da gab es die „harten Diskussionen“, wie Paolo Percoco sagt, von dem die Idee zur Wiederbelebung der Friedenswochen ausging. Dort ging es mit hochkarätigen Rednern um Gewaltfreiheit in der Politik, um Friedensstrategien gegen Kriegslogik und um die Frage, warum es Kriege gibt. Die Diskussionen hätten sich „auf hohem Niveau“ bewegt, es ging „differenziert, engagiert und nachdenklich“ zur Sache, sagte Reinhold Thiel von der Ulmer Ärzteinitiative IPPNW rückblickend. 

Und jetzt? Pause bis zum nächsten Jahr? Nein, „jetzt, da es gelungen ist, die Friedensbewegung wiederzubeleben, soll eine neue Friedensinitiative entstehen“, sagte Reinhard Köhler, der schon 1977 zu den Mitbegründern der Ulmer Friedenswochen zählte. Für Mittwoch, 15. November, ist ein Treffen im Café d’Art (19.30 Uhr) anberaumt, um gemeinsame Aktionen über die Friedenswochen hinaus zu planen. Und 2018 finden die Friedenswochen wieder statt.

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