Die Tomate - eine richtig tolle Beere

Wir Dritt- und Viertklässler der Grundschule Ersingen durften wieder einmal, wie bereits in den vergangenen drei beziehungsweise vier Schuljahren, die Gärtnerei Stöferle in Dellmensingen besuchen. Dieses Mal drehte sich alles um die Tomatenpflanze.

|
Vorherige Inhalte
  • Nicol Stöferle (rechts) musste viele Fragen beantworten. 1/2
    Nicol Stöferle (rechts) musste viele Fragen beantworten. Foto: 
  • Die Kinder durften die Tomaten aus der Nähe betrachten. Fotos: Sylvia Lehmann 2/2
    Die Kinder durften die Tomaten aus der Nähe betrachten. Fotos: Sylvia Lehmann Foto: 
Nächste Inhalte

Anfangs stand das Fühlen, Riechen, Sehen und Schmecken im Vordergrund. Dann erklärte Nicol Stöferle uns die Entwicklung der Tomate vom Samen zur Pflanze bis hin zur Ernte der Früchte. Später zeigte sie uns die besonderen Merkmale sowie die richtige Pflege der Tomatenpflanze. Außerdem zeichnete jedes Kind eine Skizze einer Tomatenpflanze, die alle gelernten Pflanzenmerkmale zeigt. Paulina und Florian, Klasse 4

"Solanum lycopersicum solanaceae", so lautet der biologisch korrekte Name der Tomate. Nicol Stöferle erzählte uns im Laufe des Vormittags noch viele weitere erstaunliche Dinge über die Tomate.

Bei uns in Deutschland wurde sie lange nur als Zierpflanze angesehen, während sie in Italien schon längst im Anbau war. Mittlerweile gibt es mehr als 2500 registrierte Tomatensorten, darunter gelbe, orangene, schwarze und sogar gestreifte Sorten. Nicol Stöferles Lieblingstomatensorte heißt "Celebrino". Dies ist eine dunkle, gestreifte Sorte.

Besonders erstaunte uns, dass die Frucht der Tomatenpflanze eine Beere ist. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist an allen Pflanzenteilen giftig, außer eben an den Beeren. Nicol Stöferle erklärte uns außerdem, dass Tomatenpflanzen intensiv gepflegt werden müssen. Von der Aussaat im Februar bis zur Ernte ab Juni vergehen etwa viereinhalb Monate.

Am Ende unseres Tomatentages bekam jedes Kind eine eigene Tomatenpflanze. Frau Stöferle erklärte uns noch, dass wir sie zunächst umtopfen und dann regelmäßig "ausgeizen" müssen. Das bedeutet, dass man die Seitentriebe in den Blattachsen entfernen sollte, damit die Pflanze ihre ganze Kraft in die Blüten stecken und dort ihre leckeren Früchte bilden kann.

Außerdem müssen wir beachten, dass Tomaten wärme- und sonnenliebende Pflanzen sind. Daher müssen wir sie an ein sonniges, wind- und regengeschütztes Plätzchen stellen. Da sie Wasser von oben nicht leiden kann, sollen wir sie immer direkt in den Topf gießen.

Die geernteten Beeren sollte man immer bei Zimmertemperatur lagern und nie in den Kühlschrank stecken, da sie sonst ihren leckeren Geschmack ganz schnell verlieren.

Am Ende des Tomatentages gingen wir als Tomaten-Experten nach Hause und wir waren uns alle einig: Das war ein toller Lehrgang!

Ronja und Jonas, Klasse 4

Die Gärtnerei Stöferle

Gründung Die Gärtnerei Stöferle wurde 1922 von Anton Stöferle in Dellmensingen gegründet. Heute führt sie sein Enkel Gebhard Stöferle. Anfangs wurde nur Gemüse angebaut, dann kamen immer mehr Blumen dazu. Heute ist sie eine Zierpflanzengärtnerei mit einer Produktionsfläche von über 8000 Quadratmetern. Insgesamt sind in der Gärtnerei 14 Personen beschäftigt.

Kindergärtnerei Nicol Stöferle macht nun schon seit 13 Jahren die "Kindergärtnerei". Ihre Thementage für Schulklassen werden vom Landratsamt ("Lernort Bauernhof") unterstützt. "Kinder und Jugendliche sollen einen Bezug zu landwirtschaftlichen Betrieben bekommen. Tomaten gibt's nicht nur im Supermarkt, sondern auch hier bei uns. Die Wertschätzung der Lebensmittel wird dadurch gesteigert", erklärt Nicole Stöferle. Rosa, Klasse 3 Kayla, Klasse 4

 

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Wir lesen

„Wir lesen" - das ist die Dachmarke für die Bildungsprojekte der SÜDWEST PRESSE. Ziel ist, Kindern und Jugendlichen der Region das Lesen, das Schreiben und das Leben vor Ort und in der ganzen Welt näherzubringen. Gleichzeitig wird erklärt, wie Zeitung funktioniert und welche Rolle die Medien in unserer heutigen Gesellschaft spielen.

mehr zum Thema

Kontakt

Annkathrin Rapp

Annkathrin Rapp
Projektmanagerin Schule
a.rapp@swp.de
0731/156 600

Sabine Krischeu

Sabine Krischeu
Teamassistenz Schule
s.krischeu@swp.de
0731/156 647

Pate werden

Pate werden!

Paten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft unterstützen derzeit »Wir lesen«. Wer ist dieses Jahr »Wir lesen« Pate und an welcher Schule? Wie können Sie selbst Pate werden?  Klicken Sie hier

 Unsere Paten

Praktikum bei uns?

Du schreibst gerne, interessierst dich für Menschen und die Arbeit eines Redakteurs? Dann schicke dein Bewerbungsschreiben an: praktikum@swp.de

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Die Entsorgungsbetriebe Ulm wollen sechs weitere Häckselplätze schließen

Die Entsorgungsbetriebe Ulm (EBU) wollen sechs weitere Häckselplätze schließen. Der Betriebsausschuss sieht bisher nur bei der „St.-Barbara-Straße“ am Kuhberg eine Notwendigkeit. weiter lesen