Die Stiftung Sammlung Kurt Fried ist zu Gast in Berlin

Es gibt einen idealen Vorgeschmack auf die Gesamtpräsentation, die vom Ulmer Museum für Ende des Jahres vorbereitet wird. Die Stiftung Sammlung Kurt Fried ist zu Gast im Berliner Kunst-und Auktionshaus Ketterer.

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Die Sammlung Fried zu Gast in Berlin (von links): Robert Ketterer, Inge Fried und Martin Mäntele vor einem Großformat von Morris Louis und daneben ein Mark Rothko.  Foto: 

Wer da glaubt, die Stiftung Sammlung Kurt Fried, die 1978 dem Ulmer Museum überantwortet wurde, habe im Laufe der Jahre Patina angesetzt, der sollte sich in diesem Sommer auf den Weg nach Berlin machen. Dort sind im Kunst- und Auktionshaus Ketterer in der Fasanenstraße nahe dem Kurfürstendamm an die 40 Prachtstücke aus der jetzt an die 400 Werke umfassenden Sammlung Fried versammelt. Allesamt stellen sie unter Beweis, dass Kurt Fried den richtigen Riecher hatte, wenn es darum ging, die Kunst der Moderne aufzuspüren und sie gegebenenfalls ins heimische Depot zu befördern.

Dort in der Berliner Fasanenstraße hängen sie jetzt bis zum 27. September, die Hochkaräter: Frieds „Blaue Mauritius“, will heißen die von Andy Warhol auf der Leinwand verewigte Präsidenten-Witwe Jackie Kennedy, daneben Roy Lichtensteins in sein berühmtes Punkteraster gezwungene Hügellandschaft – ein Bild übrigens, das Kurt Fried den Ruf einbrachte, er verfüge über die schönste Toilette Süddeutschlands.

Dass Kurt Frieds Sammelleidenschaft einen wesentlichen Impuls durch die Künstler an der legendären Ulmer Hochschule für Gestaltung erhielt, das bezeugen hier in Berlin unter anderem Bilder von Max Bill, Almir Mavignier und Friedrich Vordemberge-Gildewart. Der Zero-Künstler Otto Piene mit seinem glutrot-schwarzen Rauchbild darf natürlich nicht fehlen, der Stuttgarter Signal-Maler Georg Karl Pfahler gehört selbstverständlich dazu und viele andere mehr.

Dass der Kurator des HfG-Archivs, Martin Mäntele, in diese prächtige Berliner Fried-Schau einführte, kam nicht so ganz von ungefähr, denn genau dieser ausgewiesene Kenner der Stiftung Sammlung Kurt Fried hat es übernommen, für Ende des Jahres eine Gesamtpräsentation der Sammlung im Ulmer Museum vorzubereiten. Keine Frage auch, dass Inge Fried aus ihrer Begeisterung über dieses Berliner Gastspiel ihrer Sammlung keinen Hehl machte. Eigentlich wollte sie hier nur ein paar Dankesworte sagen, aber dann sprudelten die Anekdoten über die ereignisreichen Begegnungen mit den Künstlern damals in ihrer Hausgalerie, dem studio f im Ulmer Silvanerweg, nur so aus ihr heraus. Das Vernissage-Publikum hörte ihr gebannt zu.

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