Die Stadt setzt auf Mikro-Kraftwerke

Ulmer, die sich Mikro-Blockheizkraftwerke oder integrierte Photovoltaik-Anlagen anschaffen, werden von der Stadt finanziell unterstützt.

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. Die Stadt Ulm fördert seit zwei Jahrzehnten Bürger, die sich beim Neubau oder bei der Sanierung von Häusern für umweltfreundliche Techniken oder erneuerbare Energien entscheiden. Zu dem Zweck habe sie seit 1991 6,4 Millionen Euro ausgegeben, berichtete Baubürgermeister Alexander Wetzig gestern vor Medienvertretern. Auch wenn die Schwerpunkte im Laufe der Jahre immer wieder neu gesetzt wurden - "gespart wurde an der Stelle nie", betonte er.

Vor kurzem wurden im Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt wieder mal neue Ziele gesteckt. Die 250 000 Euro, die heuer für diesen Sektor bereit gestellt werden, sind in erster Linie zur Förderung neuer und damit noch teurer Techniken in der Photovoltaik sowie für Häuslesbauer und Sanierer von Eigenheimen vorgesehen, die sich ein gasbetriebenes Mikro-Blockheizkraftwerk in den Keller stellen wollen.

Wer sich für integrierte Photovoltaik-Anlagen entscheide, der könne auf einen städtischen Zuschuss von 100 Euro pro Quadratmeter zählen, sagte Wetzig. Gebäudeintegrierte Photovoltaik bedeutet, dass die Module nicht wie bisher üblich über den Dachziegeln installiert oder auf Hauswände und Flachdächer montiert werden, sondern fest in Dächer oder Wände eingearbeitet sind.

Mit ihren Fördermitteln will die Stadt die Einführungsphase von Mikro-Blockheizkraftwerken besonders unterstützen. Diese stromproduzierenden Heizungen sind zwar rund doppelt so teuer (20 000 Euro) wie eine moderne Brennwert-Heizung, berichteten Jürgen Schipek von den Stadtwerken und Jürgen Walter, Obermeister der Innung Sanitär und Heizung. Doch rechne sich ihr Einbau, weil sowohl die Bundesrepublik wie auch die Stadt die Anschaffung einer Ein-Kilowatt-Anlage mit jeweils 1500 Euro bezuschusse. Zudem falle die Stromproduktion ins Gewicht. Je mehr produzierter Strom im eigenen Haus verwendet werde, desto positiver entwickle sich die Kalkulation.

Durch diese Aktion sollen Besitzer von Ein- und Zweifamilien-Häusern mit einem Gasverbrauch von mindestens 3000 Kubikmetern im Jahr angesprochen werden.

Info Weiteres bei Energieberater Heiko Lang, Tel.(0731) 166 15 30, heiko.lang@swu.de.

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