Die neue Vorsitzende

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Frau Adler, Sie sind politisch aktiv, haben einen Sportverein geführt, nun ist die Kultur an der Reihe. Sind Sie eine echte Theaterfreundin?

KATJA ADLER: Das eine schließt ja das andere nicht aus! Ich bin seit je her eine Theatergängerin. Es ist natürlich immer eine Frage der Zeit und der Gelegenheit. Aber ich hatte in Ulm früher jahrlang ein Premieren-Abonnement - und ab der kommenden Spielzeit habe ich auch wieder eins.

Die Theaterfreunde erlebten nach dem Wechsel an der Spitze vor zwei Jahren eine unruhige Zeit . . .

. . . ich will jetzt nicht mehr groß zurückblicken, sondern nach vorn schauen. Ich war schon bei ein paar Treffen des Theaterfreunde-Vorstands dabei, wir haben uns aneinander gewöhnt und werden gut zusammenarbeiten

Welche Ziele wollen Sie zuerst angehen?

Abgesehen vom Naheliegenden - der Vermehrung der Geldmittel - sollte der Verein wachsen. 420 Mitglieder sind sehr wenig, das ist ausbaufähig. In Freiburg sind es 1100! Toll, dass wir nun Junge Theaterfreunde haben, aber wir müssen auch den "Mittelbau", die Über-30-Jährigen, angehen. Wir müssen attraktiver werden, unsere Präsenz steigern, auch im Internet, Informationen schneller rausgeben.

In Ulm gibt es durchaus vermögende Bürger, die ins Theater gehen, aber nicht zu den Theaterfreunden.

Natürlich gibt es die, und die müssen wir auch ansprechen. Es geht nicht um großes Sponsoring, aber schon um Spenden, die deutlich über normale Mitgliedsbeiträge hinausgehen.

Sie sind ja gut vernetzt . . .

. . . ja, das ist für so einen Verein auch wichtig. Es wird schon meine Aufgabe sein, Theaterbesucher anzuwerben. abo

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