Die grüne Welle vom Grünen Hof

Der Grüne Hof ist jetzt noch ein bisschen bunter. Dafür sorgt ein Mosaik an der Mauer zum Dekanatamt, das Überraschendes zeigt.

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Diese Woche legte Gabriela Gohl letzte Hand an ihr buntes Mosaik für den Grünen Hof an. Es setzt auch Haustieren ein Denkmal. Foto: Matthias Kessler

Nein, diese Mauer war kein Schmuckstück, "sie war einfach hässlich", sagt Gabriela Gohl. So schritt sie in diesem Sommer zur Tat, um das zu ändern und ein facettenreiches Mosaik aufzubringen. Allein die Arbeit daran ließ das Leben am Grünen Hof gleich viel bunter werden, wie sie erzählt: "Man hat immer Publikum gehabt", Passanten, die zur Stadtmauer unterwegs waren. "Es war richtig nett, da zu arbeiten", fünf Tage in der warmen Sonne, die ein sonniges Bild hinterlassen. Derzeit fugt sie es noch aus.

Gabriela Gohl ist die Frau des evangelischen Dekans, deren Familie nebst Prälatin Gabriele Wulz am Grünen Hof wohnt, obwohl, die Adresse der Prälatin lautet: Adlerbastei. "Das ist alles bunt durcheinander gewürfelt hier", und letztlich mit ein Grund, warum das Mosaik entstanden ist. Jetzt nämlich ist dort - wie auf einem Straßenschild, bloß fröhlicher - klar zu lesen, wo man sich befindet, am Grünen Hof und an der Adlerbastei zusammen.

Zum Gesamtmotiv sagt die Fliesenlegerin vom Dekanatamt: "Ich hab das mit floralen Bändern angelegt", das bietet sich bei dieser Technik an und passt gut zum Grünen Hof. Dieser wird mit einer "grünen Welle" zitiert, die Adlerbastei mit einem Adler, dessen Schwingen aus Keramikfliesen mit Fliesenschneider und Zange ebenfalls gut zu bearbeiten waren, denn: "Man kann mit einem Mosaik nicht alles legen."

Die Hobbykünstlerin weiß das aus Erfahrung, in Ulm sind unter ihrer Anleitung auch schon andere öffentliche Werke entstanden: Für den benachbarten Dreifaltigkeitshof hat sie ein Mosaik zusammen mit den Konfi-3-Kindern gestaltet, für die Kerzentische im Münster einen Kreuzweg und einen Engel mit den Kinderkirchkindern gelegt.

Das Gartenbild vom Grünen Hof ist trotzdem etwas Besonderes. Mitten in der Blumenwiese sind unter Schmetterlingen nämlich zwei Tiere zu entdecken, mit denen verblichene Haustiere verewigt werden: Die Katze "Tiger" der Prälatin und das Meerschweinchen "Rosi" der Gohls. Offen bleibt, in welchem Garten die Schnecken aus dem Mosaik zu verorten sind - in dem des Dekans oder doch dem der Prälatin?

P. S.: Tiger und Rosi haben mittlerweile auch lebendige Erben: Kater Max und vier Meerschweinchen.

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