Die Fußballintegrationsmeisterschaft

Bei der EM gibt es am Ende den Henri-Delaunay-Pokal. In Ulm ist es jetzt der Walter-Vollweiler-Pokal - beim 20. Integrativen Fußballturnier.

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Abschlag: Dies ist das offizielle Logo des Internationalen Integrativen Fußballturniers IIFT in Wiblingen.

Wenn die Fußball-EM am Wochenende in die entscheidenden Gruppenspiele geht, steigen auch in Wiblingen Spannung und Stimmung: beim 20. Internationalen Integrativen Fußballturnier für Teams aus Menschen mit und ohne Behinderung. Stockt die EM aber erst 2016 auf 24 Teams auf, hat das Turnier am Tannenhof diese Marke bereits geknackt. "Die Anmeldezahlen schnellten noch mal nach oben", sagt Mitorganisator Frank Füllert. Rund 350 Teilnehmer sind es bei 34 Gruppen insgesamt.

"Für viele Mannschaften und Betreuer ist die Teilnahme Tradition", sagt der 31-Jährige, der dafür selbst das beste Beispiel ist. Von Beginn an dabei, war er schon Balljunge, Spieler, Teamchef und Schiedsrichter. Neben Mannschaften aus München, Nürnberg, Moers, Pirmasens und vom Samariterstift Neresheim freut er sich die Rabenhof Kickers aus Ellwangen begrüßen zu dürfen, Serienmeister der Ostalb-Liga für Fußballer mit Behinderungen.

Für Ulm treten die Dauerteilnehmer des Clubs Körperbehinderter und ihrer Freunde an, der Donau-Iller-Werkstätten und des Tannenhofs, der über den Träger der LWV-Eingliederungshilfe Gastgeber ist. "Nach mehrjähriger Abstinenz wurde sogar Torpedo Officio reaktiviert, das Team der Stadtverwaltung." Dabei zählt über den Wettkampf hinaus vor allem das Miteinander samt Zeltlager am Spielfeldrand.

Während es für den Europameister in Kiew den Henri-Delaunay-Pokal gibt, benannt nach dem Vater der EM, ist es in Wiblingen der Walter-Vollweiler-Pokal für das Team, das den Integrationsgedanken am besten verkörpert. Er erinnert an den Ulmer Fußballstar, der auf dem Sprung in die Nationalelf unter den Nazis keine Chance mehr bekam.

Und die Sepp-Herberger-Stiftung des DFB würdigt 2012 den Ehrenamtseinsatz der Organisatoren, für die Füllert einen Unterschied zur EM macht: "International sind wir nicht mehr." Für die Teams der ersten Stunde aus Italien, Frankreich und der Schweiz ist der finanzielle Aufwand zu groß geworden. "Aber vielleicht kommts ja wieder dazu."

Info Die Spiele am Tannenhof laufen kommenden Samstag und Sonntag ab 8.30 Uhr. Siegerehrung mit OB: Sonntag, 13.30 Uhr; www.iift.de

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