Die Eigenart der Landschaft

Karl-Heinz Ranz fotografierte schon in Neuseeland, in Norwegen und im Himalaya. Vergangenes Jahr nahm er die Schwäbische Alb in den Blick. Das Ergebnis ist am Wochenende bei der SÜDWEST PRESSE zu sehen.

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Das Schloss Lichtenstein am Trauf der Schwäbischen Alb. Karl-Heinz Ranz zeigt solch bekannte Motive, aber auch Überraschendes aus der Heimat. Erfahrung hat er in vielen Ländern gesammelt. Foto: Karl-Heinz Ranz

"Ich wollte nie die typischen Urlaubsschnappschüsse machen", sagt Karl-Heinz Ranz. Der 51-Jährige aus Dornstadt fotografiert seit 35 Jahren, seit 15 Jahren betreibt er das Hobby intensiv. Die Aufnahmen sind nicht etwa fürs Familienalbum bestimmt, sondern sind bei Firmen- und Vereinsveranstaltungen sowie bei öffentlichen Vorträgen zu sehen. Seine neue Multivisionsshow "Die Schwäbische Alb" zeigt Ranz am Freitag, Samstag und Sonntag in der Galerie der SÜDWEST PRESSE, Olgastraße 129, in Ulm.

"Ich versuche immer, die Eigenarten der jeweiligen Landschaften festzuhalten", sagt der Beamte, der die Fotografie autodidaktisch lernte und sie heute nebenberuflich betreibt. Die Natur stehe im Vordergrund. In Alaska hat er beispielsweise Bären fotografiert, auf Madeira viele Makroaufnahmen von Pflanzen gemacht und im Himalaya Menschen festgehalten, die in beeindruckender Landschaft leben und arbeiten.

Auf der Schwäbischen Alb nahm er im Lauf des vergangenen Jahres typische Motive wie Schlösser und Höhlen in den Fokus. Eben solche Bilder, die der Zuschauer bei einem Vortrag über das Mittelgebirge erwartet. Aber auch Überraschendes wie eine Herde von Alb-Büffeln oder die Whiskey-Brennerei in Nellingen. Mit den Ulmer Eisenbahnfreunden war Karl-Heinz Ranz auf der Strecke Amstetten-Gerstetten unterwegs, "als Erinnerung ans Dampfzeitalter", sagt der Fotograf.

Sein rund 90 Minuten dauernder Vortrag enthält einige Video-Sequenzen und mehrere Panoramaaufnahmen, die er in aufwendiger Technik zusammengesetzt hat aus aus vielen einzelnen Fotografien. So zeigt er das Obere Donautal in herbstlichen Farben, das Schloss Lichtenstein und die Burg Hohenzollern. Der Zuschauer habe das Gefühl, mitten in der Landschaft zu stehen, als lasse er den Blick von links nach rechts schweifen, erläutert Ranz die Art der Präsentation. Er kommentiert die Bilder live "ohne künstliche Geschichten". Denn es gehe ihm nicht darum, "mit Rekorden zu glänzen". "Mit dem Fahrrad nach Kapstadt zu fahren, wäre nicht meine Sache", sagt Karl-Heinz Ranz. Ob bei den Bären in Alaska, denen er sich bis auf wenige Meter näherte, ob in den Himalaya-Bergen in Indien, Nepal und Pakistan - nie habe er wirklich kritische Situationen erlebt. Und die Fototouren über die Schwäbische Alb waren für Karl-Heinz Ranz ohnehin ein Heimspiel. Er ist aufgewachsen in der kleinen Gemeinde Holzkirch am Südrand der Alb.

Info Die Vorträge von Karl-Heinz Ranz in der Galerie der SÜDWEST PRESSE beginnen am Freitag, 15. Februar, und Samstag, 16. Februar, jeweils um 19.30 Uhr, am Sonntag, 17. Februar, bereits um 17 Uhr. Karten bei der SÜDWEST PRESSE und im SWU traffiti. Telefonische Reservierung unter Tel. (0731) 156-814.

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