Die Digitalisierung allen begreiflich machen

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Helga Malischewski ist im Ulmer Gemeinderat nicht nur die Mutter der Kompanie. Immer wenn’s um Dinge geht, die Alt-OB Ivo Gönner gerne als „neumodisches Zeugs“ apostrophierte, ist die FWG-Stadträtin zu Stelle. Im Hauptauschuss ging’s unlängst um den Bundeswettbewerb Zukunftsstadt, in dem Ulm ganz und gar auf sein Digitalisierungskonzept setzt. Malischewski trat als reinkarnierter Gönner auf und forderte als Ausbund an Bodenständigkeit: Also Leut’, es müssen alle was davon haben.

So unrecht hat sie nicht. Ihre ganze Laienhaftigkeit teilt Malischewski vermutlich mit dem größten Teil zumindest der Generation Ü 50. Wie die Digitalisierung in den Alltag eingreift, kann sich noch kaum jemand richtig vorstellen. Klar ist – und deshalb setzt OB  Czisch zurecht  auf dieses Thema –, dass das jedermann betreffende städtische  Dienstleistungsangebot sich radikal verändern wird.

Den Menschen ist die Angst vor der digitalen Revolution zu nehmen. Auch dieser Aufgabe sollte sich die „initiative.ulm.digital“ widmen, die gestern Abend mit großem Auftrieb und großen Aufschlag öffentlich an den Start gegangen ist. Gewiss sieht sie ihren Hauptzweck als Plattform und Drehscheibe für junge Akteure der Digitalisierung.  Doch sollte die Wirkung in die Breite nicht vergessen sein. Wozu auch gehört, dass der Vorstand nicht reduziert bleibt auf einen reinen Männerclub.

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