Der Ungar Barna Gábos und das Donaufest

Zum zehnten Donaufest kommen Teilnehmer aus allen zehn Donauländern. Wir stellen einige von ihnen vor. Dieses Mal: Barna Gábos.

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Der Ungar Barna Gábos freut sich wieder auf das Donaufest in Ulm.  Foto: 

Barna Gábos ist internationaler als das Internationale Donaufest.  Der Ungar, geboren in Budapest, wo er auch heute lebt,  ist Welt-Musiker im wahren Wortsinn. Er hat in Spanien, in Ecuador und in Mali gelebt und seinen musikalischen Tank überall befüllt. Wenn man auf Youtube Videos von ihm anklickt, dann klingt der Flötist mal arabisch, mal indianisch, mal irisch, aber eben immer auch ungarisch, oder wie er es ausdrückt: „afrolateinische Balkan-Beats mit Paprika.“

Der heute 38-Jährige war schon beim Donaufest 2012 zu Gast in Ulm – damals als Sideman für das DJ-Team „Savages Y Suefo“. Diesmal bringt er seine eigene Weltmusik-Gruppe Peca mit und schlägt soundtechnisch eine Brücke von Budapest über Afrika nach Rio. Nicht nur als Flötist: Gabos spielt auch Gitarre,  afrikanische Trommel und singt.

Angesprochen auf die politische Lage in seinem Heimatland, das vom rechtslastigen  Premierminister Viktor Orban zunehmend autokratisch regiert  wird, sagt er:  „Ich bin da nicht so tief drin, ich konsumiere wenig Massenmedien.“ Aber dass er nichts von Gängelung hält, daraus macht Gabos keinen Hehl. „Eine Regierung muss einem Volk Freiheiten lassen“, sagt er und erzählt gleich eine Geschichte aus seiner Jugend.

Während das Gros seiner Klassenkameraden strenge Eltern hatte, habe, habe er selbst eine durchweg liberale Erziehung genossen. „Meine Eltern haben mir zwar eine Richtung gegeben, aber sie haben mir völlig freien Lauf gelassen. Deshalb musste ich auch nie revoluzzen und bin zu dem geworden, was ich bin.“

Auch die rigide ungarische Flüchtlingspolitik kritisiert er. „Wenn Menschen vor Bürgerkrieg fliehen, dann ist es das Mindeste, ihnen zu helfen.“ Das  Donaufest sieht  Gabos  aber als reines Kulturfest. „So ein Fest sollte nicht der Ort für politische Auseinandersetzungen sein.“ Seine Erwartungen? „Vor zwei Jahre war es ein perfektes Fest für mich. Sicher werde ich es auch diesmal genießen.“

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