Der steinige Weg zurück ins Leben

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83345336 Mann mit Krücken, Unfall, Unglück, Krankheit, Behinderung,Download am 09.12.2016 für LOKA © Andrey Popov - fotolia.com © A  Foto: 

Es passierte vor vier Jahren,  wenige Tage vor Weihnachten. Wolfgang A. (Name von der Redaktion geändert) arbeitete bei einer Firma für Sicherheitstechnik und sollte zusammen mit Kollegen Überwachungskameras auf dem Dach einer Firma installieren. Er war bereits oben und schaute sich nach einer geeigneten Stelle um, an der er den Sicherungsgurt befestigen könnte. Mit einem Fuß geriet er auf einen Lichtfang, der gab nach und krachte durch. Der damals 32-Jährige stürzte acht Meter tief in die Halle.

An den weiteren Unfallhergang kann sich Wolfgang A. nicht erinnern. Aus Sicht der Ärzte sei es ein Wunder, dass er mit einer so genannten inkompletten Querschnittlähmung überlebte, sagt er.  Das heißt, das Rückenmark wurde nicht ganz durchtrennt, ein Teil der Motorik und Sensibilität  blieben erhalten beziehungsweise konnten durch Physiotherapie wieder verbessert werden. Konkret bedeutete das für den Familienvater, dessen Sohn zurzeit der Unglücks gerade drei Monate alt war: Klinikaufenthalt von Dezember bis August, dann eine Reha nach der anderen.

Seine aus Brasilien stammende Frau, die erst kurz zuvor aus ihrer Heimat nach Ulm gekommen war und sich hier fremd fühlte, musste allein mit dem Baby  und der neuen Umgebung klarkommen. Eigentlich habe sie eine Ausbildung zur Altenpflegerin machen wollen, erzählt sie. Dazu musste sie aber weit in den Alb-Donau-Kreis fahren. Die Belastung wurde zu groß, jetzt arbeitet sie in Teilzeit als Pflegehelferin in einem Heim.

Den Wunsch, eines Tages eine Ausbildung zu machen, hat sie nicht aufgegeben. Mit ihrem Verdienst und der Erwerbsminderungsrente von Wolfgang A. „liegen wir knapp über dem Sozialhilfesatz“, sagt der 36-Jährige. Er war lange Zeit auf den Rollstuhl angewiesen, kann mittlerweile wieder gehen. Für den Fall, dass er Schwierigkeiten bekommt, hat er seine Krücken parat. Mit teilweise gelähmten Beinen und Problemen mit der Blase und beim Stuhlgang werde er leben müssen, meint er.

Inzwischen hat er eine Umschulung zum IT-Fachmann begonnen und absolviert dafür  ein unbezahltes Praktikum. Er hofft sehr, dass ihn die Firma im Herbst übernimmt, wenn er seine Ausbildung beendet hat. Wolfgang A. ist optimistisch: „Die Chancen stehen gut.“

Doch bis dahin muss sich die Familie durchkämpfen und mit jedem Cent rechnen. Der Vater hat zwar ein Auto mit Automatik-Getriebe von der Berufsgenossenschaft bekommen, für Reparaturen muss er aber selbst aufkommen. Längst wäre bei dem Wagen ein Ölwechsel fällig, den könne er sich aber nicht leisten – ebenso wenig wie Anschaffungen für das Kind oder für Reparaturen im Haushalt.

Das bestätigt Renate Dähn, Sozialarbeiterin bei der Stadt Ulm: „Mühsam finanziert die Familie den Alltag, auf Unterstützung von Angehörigen kann sie nicht zählen.“ Deshalb würde ihr eine Zuwendung auf dem Weg in eine gesicherte  Zukunft gut tun.

Gezielt spenden Wer Wolfgang A und seine Familie unterstützen möchte, vermerkt auf der Überweisung unter Verwendungszweck Wolfgang A. Die Kontonummern der Aktion 100 000 und Ulmer helft sind im roten Kästchen rechts abgedruckt.

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