Dentler-Ring an die Frau fürs Grün

|
Drei Frauen, denen das Grün am Herzen liegt: Monika Gschneidner (links) Gisela Dentler (rechts) und Ira Dentler (oben) auf dem Thron.  Foto: 

Der Preis geht zurück auf den inzwischen verstorbenen Ulmer Goldschmied Rudolf "Rex" Dentler. Seine Frau Gisela und Tochter Ira, Goldschmiedinnen, führen das fort. Gisela Dentler wählt aus, wer mit dem Preis, einen silbernen Ring, geehrt wird. Ira Dentler hält dazu ihre Rede zum Stadtgeschehen auf dem Thron, der an der Außenwand der Goldschmiede befestigt ist.

Wer geehrt wurde, darum haben die Dentlers in diesem Jahr drumrumgeheimnist. Kurz vor der Verleihung lieferte die Band "Al Jovo & Lea" einen Tipp mit dem Song "I never promised you a rose garden". Passend: Der Preis ging an Monika Gschneidner, Kustodin des Botanischen Gartens der Uni Ulm.

Wer ist Monika Gschneidner? Und: Was macht eine Kustodin? Sie selbst sah sich zunächst nicht in der Rolle der Ringträgerin, schließlich antwortete sie auf die Ehrungs-Mail von Gisela Dentler: "Ich glaube, Sie haben mich verwechselt."

Das hatte Gisela Dentler keineswegs. Sie liebe den Botanischen Garten, sagte sie in ihrer Rede. Ob die Führung "botanische Mittagspause" oder um Pflanzen der Kindheit wie Augentrost zu suchen - alles Gründe für Gisela Dentler, den Bus Linie 48 bis zur Haltestelle "Schießstände" zu nehmen, noch durch ein Tor hindurch - und schon ist man "mit allen Sinnen in der Natur", im Botanischen Garten. Sie habe gefragt, wer für Führungen, Pflanzen, Beschriftungen verantwortlich ist. Die Antwort: Monika Gschneidner, Kustodin.

Gschneidner versteht sich als "Hüterin der Sammlung", von Uni zur Stadt schlage der Botanische Garten eine Brücke. Seit 1989 arbeitet sie dort, aber blühe deswegen auf, weil daran viele mitarbeiten. Deshalb nahm sie den Ring stellvertretend an für alle, die sich dort engagieren. Sie sei zwar keine Ringträgerin, sagte sie, den Dentler-Ring werde sie jedoch tragen. Er habe vermutlich magische Kräfte.

Ira Dentler kündigte von ihrem Thron herunter eine Zeit des Abschiednehmens an. "Ein bürgernaher OB verlässt sein Amt." Für die Stadt wünsche sie sich künftig ein gut ausgestattetes Theater. Und: Einen OB, der "das Kleine achtet", eine lebenswerte Stadt, in der das Grün mehr ist als nur Olivenbäume vor Kneipen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Neue Wege am Ulmer Hauptbahnhof: Rund um Stege und Gleise

Die Fußgänger am Hauptbahnhof müssen sich wieder umgewöhnen. Probleme gibt es vor allem, wenn vorgegebene Wege nicht eingehalten werden. weiter lesen