Demo gegen NPD in Neu-Ulm ohne Straftaten

Die Demonstration, die am Montagabend den NPD-Auftritt auf dem Rathausplatz verhinderte, sei ohne gravierende Vorfälle verlaufen, hielt die Polizei am Dienstag in ihrer abschließenden Bilanz fest.

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Die Demonstration, die am Montagabend den NPD-Auftritt auf dem Rathausplatz verhinderte, sei ohne gravierende Vorfälle verlaufen, hielt die Polizei gestern in ihrer abschließenden Bilanz fest. Nachdem die Fahrzeuge der NPD erst gegen 19.30 Uhr und damit eine halbe Stunde vor Versammlungsende im Bereich des Rathausplatzes eintrafen, sei es aus Sicht der Einsatzleitung "vollkommen unverhältnismäßig gewesen", die spontane Sitzblockade von 45 Personen in der Ludwigstraße zu räumen, zumal 200 weitere Demonstranten vor der direkten Zufahrt zum Rathausplatz standen.

Die NPD habe eine rechtliche Überprüfung ankündigt, heißt es weiter. Nach Abzug der NPD seien etwa 15 Leute aus dem autonomen Lager "ohne Störungen" nach Ulm gezogen. Straftaten seien nicht bekannt geworden, was auch die Ulmer Polizei bestätigte.

Gestern lobte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg den Einsatz aller Neu-Ulmer und die Unterstützung aus umliegenden Städten und Gemeinden, die sich friedlich gegen die Nazis gestellt hatten. "Ich bedanke mich bei allen, die Farbe bekannt haben", sagte er. Die Neu-Ulmer hätten "ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt und gezeigt, dass Nazis in unserer Stadt keinen Platz haben. Nicht gestern, nicht heute und auch nicht in Zukunft". Noerenberg dankte auch den sechs Stadtratsfraktionen, die mit ihrem schnellen und unbürokratischen Einsatz zum Gelingen der Aktion "Neu-Ulm ist bunt - geschlossen gegen Rechts" beigetragen haben. Damit sei ein deutliches Signal für Demokratie und Gemeinschaft in der Stadt gesetzt worden.

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