Daten, Daten, Daten

Für Unternehmen ist der Umgang mit riesigen Datenmengen Chance und Herausforderung zugleich. An der Uni Ulm findet dazu eine Tagung statt.

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Holte die bedeutende Konferenz nach Ulm: Prof. Manfred Reichert.  Foto: 

"Der Umgang mit riesigen Datenmengen, Big Data genannt, wird für Unternehmen vergleichbare Veränderungen mit sich bringen wie das Aufkommen des Internets Ende der 1990er Jahre", sagt Prof. Manfred Reichert, designierter Leiter des Ulmer Instituts für Datenbanken und Informationssysteme (DBIS). Ein wichtiger Aspekt ist für ihn dabei der verantwortungsvolle Umgang mit den stetig wachsenden Datensammlungen. "Jeder hat Angst, dass Daten abgegriffen werden, von wem auch immer. Dass diese intelligent und sicher ausgewertet werden, ist Aufgabe der Informatiker", betont Reichert, dem es gelungen ist, eine, wenn nicht sogar die bedeutendste Konferenz in diesem Bereich an die Donau zu holen.

Vancouver, Peking, Helsinki - dort hatte die hochklassige Wissenschafts-Community in den vergangenen Jahren getagt. Jetzt also Ulm, wo die Frage im Fokus steht: Wie werden Unternehmen dieser riesigen Datenmengen Herr? Von Montag, 1. September, bis Freitag, 5. September, stehen die Datenflut und ihre Auswirkungen auf Arbeitsabläufe und Produkte auf dem Programm der "18. Internationalen IEEE EDOC-Konferenz", zu der Reichert über 150 Experten aus etwa 25 Ländern erwartet. Hinter dem Kürzel IEEE verbirgt sich das "Institute of Electrical and Electronics Engineers", der weltweite Berufsverband von Ingenieuren hauptsächlich aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik. Bei EDOC handelt es sich um "Enterprise Computing", also um alle IT-basierten Systeme, die den Ablauf inner- und zwischenbetrieblicher Geschäftsprozesse ermöglichen.

Die Datenflut aus dem Internet oder Sensordaten aus dem hauseigenen Maschinenpark - "das sind die Schätze von Unternehmen", sagt Reichert. Aber die Masse an Daten, Probleme in der Fertigung beispielsweise oder Messfehler, müssten eben auch analysiert und genutzt werden. Und das in Echtzeit, "das wird immer wichtiger für Unternehmen. Sie müssen diesen Schritt gehen und sich damit auseinandersetzen, sonst werden sie von Mitbewerbern abgehängt." Reichert verweist in diesem Zusammenhang auf Hotels, die früher nicht über Internet buchbar waren, "die haben damals Probleme bekommen".

Höhepunkte der Konferenz sind Festreden international renommierter Forscher wie Prof. Wil van der Aalst, der über "Big Data bei der Analyse und Optimierung von Unternehmensprozessen" spricht, Heiko Ludwig aus dem IBM-Forschungszentrum in San Jose, Silicon Valley also, referiert zum Thema Cloud Computing.

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