Das Jugendparlament erfindet sich neu

Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen. Sagt der Volksmund. Zugegeben, gezwitschert wird am Samstagvormittag im Ulmer Ratssaal nicht. Und es stimmt auch keiner ein Liedchen an.

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Philipp Buchholz (links) war 1. Vorstand des JuPa, ist jetzt aber zum Studieren weggezogen. Melina Arnold ist seine Nachfolgerin.Und neu ist in diesem Gremium auch Oberbürgermeister Gunter Czisch.  Foto: 

Dort versammelt sich auch nicht der Gemeinderat, sondern zehn Jugendliche, dazu eine Handvoll Stadträte und Oberbürgermeister Gunter Czisch. Das ganze nennt sich "JuPa" oder Jugendparlament - und das erfindet sich neu.

Des Sprechens nimmermüde Wortführerin ist an diesem Samstagvormittag Dana Hoffmann, die mit ihren 32 Lenzen eigentlich auch längst dem Schulalter entwachsen ist. Aber sie ist beim Stadtjugendring beschäftigt und managt dort das Ulmer Jugendparlament. Dieses hat sich jetzt drei Projekte einfallen lassen, die an diesem Vormittag dem OB und den Stadträten vorgestellt werden.

Im vielleicht wichtigsten Punkt geht es um mehr Jugendbeteiligung in der Kommunalpolitik. Bei jugendrelevanten Themen wünschen sich die Jugendlichen mehr Informationen aus dem Rathaus und mehr Mitbestimmung im Rathaus. Man will einbezogen werden, man möchte am liebsten mit abstimmen. Doch diesen Zahn muss sich Dana Hoffmann schnell ziehen lassen. Das, so OB Gunter Czisch und FWG-Rätin Helga Malischewski unisono, sieht die Gemeindeordnung nicht vor.

Über alles andere will Czisch mit sich reden lassen, auch darüber, ob bei jugendrelevanten Themen verstärkt Vertreter des Jugendparlaments mit am Ratstisch sitzen dürfen. Was im Übrigen die Gemeindeordnung mit einer "Beteiligung in angemessener Weise" auch schon vorsieht. Bis nach der Sommerpause soll das Thema weiterentwickelt werden, damit man es mit der Verwaltung und dem Gemeinderat diskutieren kann.

Nicht so komplex sind die anderen beiden Wünsche aus dem Jugendparlament: Theo Nonnenmacher vom Anna-Essinger-Gymnasium stellt sein Projekt Wasserspender an Ulmer Schulen vor, und Joshua Schiffer von der Valckenburgschule wirbt für "Freelatics", eine Art Trimm-Dich-Pfad mit hypermodernen und auch nicht ganz billigen Sportgeräten, die man in der Friedrichsau aufstellen könnte. Dafür sollen Sponsoren gesucht werden.

Gewählt wurde auch in der Sitzung des Jugendparlaments. Melina Arnold (17) ist 1.Vorstand. Ihr zur Seite stehen der Abiturient Niklas Krusche (17) und Joshua Schiffer (16) als Vertreter.

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