Das Buch zum Advent

"Im fahlen Licht des Mondes", das ist der Titel des neuesten Buches von Helmut Herberg, Ulmer Pfarrer im Ruhestand. Es ist mittlerweile sein siebtes, und er kommt damit zur rechten Zeit heraus.

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Irgendwo ist immer ein Josef darunter, aber meist eher am Rande. Helmut Herberg, Pfarrer i.R., rückt ihn in seinem neuen Buch in den Mittelpunkt. Das Bild mit den Krippenfiguren entstand auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt.  Foto: 

"Im fahlen Licht des Mondes", das ist der Titel des neuesten Buches von Helmut Herberg, Ulmer Pfarrer im Ruhestand. Es ist mittlerweile sein siebtes, und er kommt damit zur rechten Zeit heraus. Denn die Figur, der er sich widmet, ist Josef, der jetzt allenthalben in Weihnachtskrippen zu finden ist, im Schatten von Maria und Jesus und oft auch von Ochs und Esel . . .

"Der alte Mann im Hintergrund", so nennt ihn Herberg. Figuren, die in der Bibel so nebenher mitlaufen, scheinen den ehemaligen Gemeindepfarrer in Wiblingen und späteren Klinikpfarrer in Ulm zu reizen. "Ich habe auch schon ein Buch über die Hirten geschrieben." Aber man unterschätze Josef nicht: "Er sorgt für die soziale Sicherheit der Familie." Dabei geht es Herberg - theologisch, psychologisch - natürlich um mehr, Untertitel: "Josefs langer Umweg zum göttlichen Kind."

Herberg fragt: Was ging vor in diesem Mann? "Josef muss zu seiner Rolle als Vater finden. Und er findet nur durch Begegnungen zu sich selber." Die Erzählung ist erfunden, Landschaften, Historie sind recherchiert. Dabei verbindet Herberg das auch mit einem Stück Religionskritik, weil die Menschen Gruppen unter falscher Berufung auf Gott ausgeschlossen haben. "Josef muss sein Fremdenbild überdenken."

So ist die Botschaft, dass durch Überwindung der Grenzen im Kopf gegenüber Fremden Gott lebendig wird. Der richtige Stoff zur Einstimmung in die Advents- und Weihnachtszeit, noch dazu ein höchst aktueller mit Blick auf die vielen Flüchtlinge in Stadt und Land.

Info Helmut Herberg stellt sein Buch am Dienstag, 8. Dezember, im evangelischen Gemeindezentrum am Wiblinger Tannenplatz vor. 20 Uhr.

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