Darmkrebs: Vorsorge kann Leben retten

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In Ulm und dem Alb-Donau-Kreis starben 86 Menschen an Darmkrebs - in einem einzigen Jahr. Der Anteil der Männer lag dabei 25 Prozent höher als der der Frauen: 49 Männer und 37 Frauen erlagen 2011 dieser tückischen Krebsart, die meist viel zu spät erkannt wird, teilt die AOK Ulm-Biberach mit. Dabei sind Vorsorgeuntersuchungen äußerst effektiv: Um bis zu 90 Prozent könne das persönliche Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, durch eine Darmspiegelung, die so genannte Vorsorge-Koloskopie, gesenkt werden. "Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland, die im Anfangsstadium gut, später aber umso schwieriger behandelbar ist. Daher erinnern wir unsere Mitglieder ab 55 einmal im Jahr daran, ihre Vorsorge-Termine wahrzunehmen," sagt AOK-Geschäftsführerin Dr. Sabine Schwenk zum Start der Kampagne.

Das Alter ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Darmkrebs; familiäre, genetische Vorbelastungen ein weiterer: Sie lösen ganze 30 Prozent der Darmkrebs-Erkrankungen aus. Daher werden Vorsorge-Koloskopien bei dieser Risikogruppe von den gesetzlichen Krankenkassen auch schon in jüngeren Jahren übernommen. Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt ab dem 55. Lebensjahr deutlich an. Deshalb empfehlen Gastroenterologen eine Untersuchung ab dem 55. Lebensjahr, die alle zehn Jahre wiederholt werden sollte.

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