CSU-Stadträte werben für Noerenberg

Kurz vor der Stichwahl will die CSU ihren OB Gerold Noerenberg ins rechte Licht rücken. Die öffentliche Diskussion seines Charakters sei fragwürdig.

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Händeschütteln nach der Bekanntgabe des Endergebnisses: Dr. Detlef Kröger strahlt, das CSU-Lager um Gerold Noerenberg schaut konsterniert.  Foto: 

Zur absoluten Mehrheit hat es für Gerold Noerenberg bei der Wahl zum Neu-Ulmer Oberbürgermeister vor eineinhalb Wochen nicht gereicht. Kurz vor der Stichwahl gegen seinen Herausforderer Dr. Detlef Kröger am kommenden Sonntag hat der CSU-Stadtverband zum Pressegespräch geladen, um den Blick hin auf das Programm und weg von der von anderen Fraktionen oft als ruppig wahrgenommenen Persönlichkeit des Amtsinhabers zu lenken - und um zu zeigen, dass die Fraktion hinter ihm steht.

"Die Diskussion um die Menschlichkeit unseres OBs halte ich für überspannt und fragwürdig", sagte der Fraktionsvorsitzende Dr. Bernhard Maier. Noerenberg setze sich für Neu-Ulm ein und habe Pläne für die Zukunft der Stadt: günstigen Wohnraum schaffen und die Innenstadt mit der Beteiligung von Bürgern neu gestalten zum Beispiel.

Im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung sei er auch menschlich in Ordnung, erläuterte Maier und führte als Beweis die stets gut gelaunten Mitarbeiter im Sekretariat des OBs an. Was den Ton im Stadtrat angehe, so gebe es auch "ellenlange Sitzungen mit provokativen Fragen, die dem Sitzungsleiter Geduld abverlangen". Oft habe Noerenberg aber im Hintergrund Einigkeit zwischen den Fraktionen hergestellt. Ohnehin sei eine Mischung aus Sachlichkeit und Emotionalität "eine gute Würze" für den Stadtrat. Was schätzt Maier persönlich an Noerenberg? "Er ist ein gerader Kerl, der seine Arbeit für die Stadt nach bestem Wissen und Gewissen macht."

Auch Johannes Stingl, Vorsitzender des Pfuhler Ortsverbands, bemühte sich, Zweifel an Noerenbergs Fähigkeiten als Vermittler auszuräumen: "Er war immer sachlich und fair zu allen Fraktionen." Das Amt des Vorsitzenden im Stadtrat sei "sehr strapaziös und man muss zugestehen, dass es da manchmal etwas emotional zugeht", sagte Stingl weiter. Er verstehe, wenn dem OB "manchmal einer über die Hutschnur" gehe, nachdem dieselbe Frage zum fünften Mal gestellt worden sei.

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