CSM in Gerlenhofen wird verkauft

In Gerlenhofen steht eine von Europas größten Fabriken für Bäckereizutaten. Sie gehört zur deutschen Tochter des niederländischen Konzerns CSM. Der hat verkündet, sich von seiner Backwarensparte in den USA und Europa trennen zu wollen.

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Somit müssen sich auch die Mitarbeiter der drei weiteren deutschen Standorte und die gut 200 Beschäftigten im Neu-Ulmer Stadtteil, wo der Konzern seine größte Fabrik für Backmischungen betreibt, auf einen neuen Eigentümer einstellen. "Wir sehen das mit einer gewissen Gelassenheit", sagte Geschäftsführer Holger Eckmanns beim Betriebsbesuch von OB Gerold Noerenberg. Der Verkauf werde wohl 2013 über die Bühne gehen. Eckmanns: "Ich denke, dass sich für uns nichts ändert." Angst um Arbeitsplätze gebe es nicht. Auch Erwin Sauter vom CSM-Betriebsrat in Gerlenhofen ist zuversichtlich. "Wir wurden bislang zwei Mal verkauft, vom Familienunternehmen zu den Meistermarken-Werken, 2000 an CSM. Beide Male waren wir Gewinner." Es sei investiert, die Produktion anderer Standorte nach Gerlenhofen verlagert worden. Sauter hofft, dass der Neu-Ulmer Betrieb nun wieder gut fährt. Es bleibe aber abzuwarten, wie der Veräußerungsprozess läuft, ob die Division im Ganzen verkauft werde oder es etwa zur regionalen oder spartenorientierten Aufsplittung kommt.

In Gerlenhofen werden pulverförmige Backwaren-Ingredienzen hergestellt, etwa für feine Backwaren, Sauerteigprodukte, Füllungen, Feinbackmischungen. Produktions-Schwerpunkt sind Zutaten für Brot und Brötchen, die vor allem als Produkte der Marke "Ulmer Spatz" bekannt sind. Kunden sind Handwerksbäcker, Großbäckereien und Industrie. Laut eigener Statistik enthält jedes fünfte deutsche Brot oder Brötchen CSM-Zutaten.

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