CSD: Bunte Party auf Ulmer Marktplatz

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CSD rund um das Ulmer Rathaus.  Foto: 

Als bunte Party auf dem Ulmer Marktplatz ging der Christopher Street Day am Samstag in seiner siebten Auflage über die Bühne. Angesichts des zunehmend aufklarenden Wetters hatten sich schon nach dem Start am frühen Nachmittag mehrere hundert Party­gäste eingefunden. Das Programm mit Musik – darunter auch DSDS-Star Daniel Schuhmacher – und Travestieshows ging bis gegen Mitternacht.  Die Party der Schwulen, Lesben und Transvestiten war nach drei Jahren in Neu-Ulm nach Ulm zurückgekehrt, wo die Stadt diesmal den Hans-und-Sophie-Scholl-Platz mit Ständen der Parteien zur Veranstaltungszone hinzugenommen hatte.

„Zeichen für Toleranz“

Erster Bürgermeister Martin Bendel sagte zur Eröffnung, man setze auch mit der am Rathaus angebrachten Regenbogen-Fahne ein „Zeichen für Toleranz und Gleichberechtigung“. Es müsse in Deutschland möglich sein, „in Frieden und Freiheit“ ein Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen und so persönliches Glück zu finden. Ulm sei mit 21.000 internationalen Einwohnern überhaupt eine „Stadt der Vielfalt“.

Das zeigte sich dann beim Christopher Street Day, an dem beispielsweise der SM-Bondage-Stammtisch No Vanilla einen bunten Stand hatte. Auch die lesbischen und schwulen Polizisten Bayerns (Velspol) waren vertreten. Die Aidshilfe verteilte Gutscheine für HIV-Schnelltests. Zur Einlösung gibt es den „Checkpoint“ jeden ersten Mittwoch.

Auf der Bühne führte Dragqueen Elisa Van Tastic mit Radio­moderator Sven Häberle durchs Programm, zum Start trat die lokale Sängern Boneca auf. Ein Hingucker waren nicht nur Ladyboys wie Gigi und Charrie Van Day (siehe Infokasten), sondern Martin Kuhnke aus Biberach mit seinem Projekt „Deutschland auf High Heels“. Der 29-Jährige brachte es auf seinen hohen Schuhen auf 2,18 Meter und überragte auch seine Freundin deutlich.

Auf dem Marktplatz war zudem das Team vom CSD Stuttgart dabei, der eine andere Dimension hat: mit zuletzt 91 Formationen und 5000 Mitwirkenden bei der Parade und 175 000 Zuschauern. Michael Frech vom CSD-Vorstand sagte, das „ganz große Ziel“ des örtlichen Vereins sei eine eigene Parade mit dem Zielpunkt Münsterplatz.  Er erwartete diesmal insgesamt 2000 bis 3000 Besucher. Der Verein  nutzte die Gelegenheit am Samstag auch, um neue Mitglieder zu werben. Bisher waren es 72. Die CSD-Macher hatten wohl schon überlegt, sich aufzulösen, dann aber doch den Weg nach vorn eingeschlagen.


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