CDU fordert Bestandsgarantie für Realschule

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Die Ulmer CDU sieht angesichts der Übertrittszahlen von 64 Prozent der jetzigen Viertklässler aufs Gymnasium und 24 Prozent auf die Realschule den ersten Schritt "zur Einführung der Einheitsschule". So kritisiert Fraktionsvorsitzender Dr. Thomas Kienle in einer Mitteilung die Schulpolitik der Landesregierung und ihre Folgen für Ulm. Wenn "zwei Drittel der jungen Menschen eine akademische Laufbahn anstreben", gehe das zu Lasten von Real- und Berufsschulen, die "das Rückgrat von Handwerk und Industrie sind". Für die Realschulen sei das - wie schon bei der Werkrealschule geschehen - der Anfang vom Ende.

Auch Stadtrat Christof Nagel ist davon überzeugt, dass "Rot/Grün sein Programm rücksichtslos durchzieht" und mit der Gemeinschaftsschule "auf dem Weg zur Einheitsschule" ist. Das zeigen der "Rückfall ins G9" und andere Reformpläne.

Weiter befürchtet die CDU eine "Gründungswelle" neuer Privatschulen. Das sei ein Zeichen dafür, dass "der Staat sich sukzessive aus der Bildungsverantwortung zurückzieht", so Kienle. "Das ist der falsche Weg. Wir werden nicht müde, dies deutlich zu machen", pflichtet Stadträtin Barbara Münch bei. Die CDU fordert von der Regierung eine "Bestandsgarantie für Realschulen und Gymnasien" sowie den "Erhalt eines differenzierten und differenzierenden Schulsystems mit begabungsangepassten Strukturen".

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