Caritas: Jugendliche drehen Bewerbungsvideos

Zehn Jugendliche haben gemeinsam mit einer Theaterpädagogin und einer Filmemacherin Bewerbungsvideos gedreht. Die Videos sollen ihnen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen und ihnen ihre Stärken zeigen.

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  • Franziska Ströbele in Aktion. Die 17-Jährige stellt eine Szene der Freiwilligen Feuerwehr dar. 1/4
    Franziska Ströbele in Aktion. Die 17-Jährige stellt eine Szene der Freiwilligen Feuerwehr dar. Foto: 
  • Katrin Becker filmt die Teilnehmerin Franziska Ströbele, wie sie eine Feuerwehrleiter hochklettert. 2/4
    Katrin Becker filmt die Teilnehmerin Franziska Ströbele, wie sie eine Feuerwehrleiter hochklettert. Foto: 
  • Tamara Seitz möchte später im Pflegebereich arbeiten. Für ihr Bewerbungsvideo legt sie Jaruwat Insorn einen Verband an. 3/4
    Tamara Seitz möchte später im Pflegebereich arbeiten. Für ihr Bewerbungsvideo legt sie Jaruwat Insorn einen Verband an. Foto: 
  • Katrin Becker und Beate Duvenhorst während der Dreharbeiten für die Bewerbungsvideos. 4/4
    Katrin Becker und Beate Duvenhorst während der Dreharbeiten für die Bewerbungsvideos. Foto: 
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„Und los.“ Filmemacherin Katrin Becker gibt den Startschuss für Franziska Ströbele. Die 17-Jährige läuft in ihrer Feuerwehrmontur den Gang im Gebäude des Regionalen Ausbildungszentrums Ulm (RAZ) entlang und klettert eine Leiter nach oben. Becker kniet am Ende des Gangs auf dem Boden und filmt Franziska bei ihrem vermeintlichen Einsatz.

Die Szene soll zusammen mit anderen Einstellungen ein Bewerbungsvideo ergeben. Die Caritas Ulm und das RAZ haben im Rahmen ihrer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme zehn Teilnehmer ausgewählt, die drei Tage lang an dem Projekt „Von Standby auf Aktiv – Die bewegte Bewerbung“ teilnehmen. Die Jugendlichen sind derzeit auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder wissen noch nicht, welche berufliche Richtung sie einschlagen möchten. Das Bewerbungsvideo soll die Teilnehmer dabei unterstützen und zusätzlich motivieren. Das Projekt ist ein kostenloses Angebot der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg. Ein Filmemacher und ein Theaterpädagoge leiten die Teilnehmer in dem dreitägigen Kurs an. Dieses Mal versucht Becker zusammen mit der Theaterpädagogin Beate Duvenhorst, die Teilnehmer ins richtige Licht zu rücken.

Tamara Seitz, 17, möchte später im Gesundheitsbereich arbeiten und wird deshalb von Katrin Becker beim Verarzten eines anderen Teilnehmers gefilmt. Vorsichtig wickelt sie einen Verband um den Arm des „Verletzten“ und beantwortet Fragen zu ihrem Berufswunsch. Becker fängt alles mit ihrer Kamera ein. Beim Dreh steht aber nicht nur der Traumberuf im Vordergrund. „Die Jugendlichen sollen sich in allen ihren Facetten präsentieren“, erklärt Susanne Finn, Pädagogin bei der Caritas. „Deshalb werden Sequenzen zu den Bereichen Allgemein, Freizeit und berufliche Interessen gedreht.“ Ihr Team hat vor allem Jugendliche ausgewählt, die sich für die Medienbranche interessieren oder meistens Online-Bewerbungen verschicken.

Jaruwat Insorn möchte Mediengestalter werden. Der 20-Jährige war vor seinem ersten Dreh nervös, inzwischen hat er sich aber daran gewöhnt. „Zuerst war es schon ein bisschen komisch, vor der Kamera zu stehen“, sagt auch Franziska. Aber insbesondere durch das Training, das Duvenhorst am ersten Projekttag mit den Jugendlichen gemacht hat, ist die 17-jährige vor der Kamera selbstsicherer und lockerer geworden.

Duvenhorst ist sehr zufrieden mit den jungen Teilnehmern, die sich alle mit Spaß und Motivation auf die neue Sache einlassen. „Einer der schönsten Momente ist es, wenn sich die Jugendlichen öffnen und locker werden“, sagt sie. Bisher hat sie mit ihren Kamerapartnern für jeden Teilnehmer ein brauchbares Video erarbeitet. „Das Besondere ist, dass hier jeder wichtig ist und gesehen wird“, sagt Duvenhorst. „Allein sich selbst danach zu sehen hilft vielen, um ein besseres Selbstverständnis zu bekommen.“ Tamara und Franziska hat das Projekt großen Spaß gemacht. Auf ihr Bewerbungsvideo müssen die beiden aber noch etwas warten. Becker muss im Anschluss an das Projekt das Material sichten und die besten Sequenzen in einen dreiminütigen Film packen. Duvenhorst sagt: „In etwa vier Wochen sollten die Filme fertig sein.“
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