BUND: Tempo 30 in Wiblingen beibehalten

"Die Tempo-30-Regelung in Wiblingen ist beizubehalten." Das fordert der BUND-Kreisverband Ulm. Der Kreis-Ableger des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland schreibt dies in einer Pressemitteilung und spricht sich dafür aus, das Tempolimit in der ausgewiesenen Länge von 1,5 Kilometern auf der Haupt-, Donautal- und Ulmer Straße zu belassen.

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"Die Tempo-Herabsetzung hat die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern in diesem Bereich signifikant erhöht. Seit Einführung ist es zu keinen bekannten riskanten Situationen mit Radfahrern gekommen. Zusätzlich hat sich seit Einführung von Tempo 30 die Zahl der Radfahrer entlang der Hauptstraße deutlich erhöht", heißt es zur Begründung weiter.

Reiner Frohnmüller von der BUND-Gruppe Wiblingen hatte so auch am Donnerstag beim Besuch von Bea Böhlen argumentiert. Die Vorsitzende des Petitionsausschusses des Landtags hatte sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht, gegen die es Widersprüche und für die es eine Petition zur Beibehaltung gibt. Frohnmüller sagte, dass das Queren der Hauptstraße bei Tempo 30 gefahrloser möglich sei und sich die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner merklich verbessert habe. So schreibt nun der BUND-Kreisverband, dass er die Petition "ausdrücklich unterstützt und hofft, dass die derzeitige Regelung beibehalten werden kann".

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Kommentare

11.08.2015 11:44 Uhr

Antwort auf „Ideologie und Lobbying statt Beweise und Neutralität”

Ihr Geschwalle ist ja schon sehr grenzwertig. Wenns ihnen zu langsam geht fahren sie halt woanders lang. Die Anwohner werden sie nicht vermissen!
Und die Hauptstraße quere ich als Fußgänger da wo es erlaubt ist: Überall!

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30.07.2015 11:43 Uhr

Ideologie und Lobbying statt Beweise und Neutralität

Erstens, ist es schade, dass die SWP sich immer wieder zum einsietigen Unterstützer von Lobbygruppen macht (ADFC, BUND), aber über andere Lobbygruppen (ADAC, www.gegen-tempo-30.de) und deren Meinung nicht recherchiert und berichtet. Noch dazu torpediert die SWP Andersdenkende, indem deren Anzeigenaufträge abgelehnt werden. Schade.

Zweitens sind auch hier wieder nur unbewiesene Behauptungen und Meinungen im Artikel. Bestes Beispiel:
"Frohnmüller sagte, dass das Queren der Hauptstraße bei Tempo 30 gefahrloser möglich sei und sich die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner merklich verbessert habe."

Das Queren der Hauptstraße ist bei 30 und 50 gleich gut möglich, schließlich sind ca. alle 200 m entweder Fußgängerampeln, Zebrastreifen oder Verkehrsinseln. Das Queren der Fahrbahn an anderer Stelle ist auch von der Sraßenverkehrsbehörde unerwünscht, Fußgänger haben zur Verfügung gestellte Hilfsmittel wie vorgenannte zu benutzen und nicht wild, wo es ihnen gerade passt, die Fahrbahn zu queren.

Dass sich die "Wohn- und Lebensqualität der Anwohner merklich verbessert habe" bleibt er schuldig zu beweisen. Hat er eine representative Umfrage oder Lärmmessungen vor und nach der Maßnahme, auf die er sich stützen kann? Nein. Vor allem ist diese Aussage sehr zu hinterfragen, wo bekannt ist, dass solche Maßnahmen schlecht akzeptiert werden (effektiv senkt man mit 30er-Limit die Geschwindigkeit auf 40 bis 42 km/h) und die Lärmreduktion auch bei 30 nur etwa 2 dB(A) unterhalb dessen von 50m liegt - ein subjektiv kaum hörbarer Unterschied, weshalb dermaßen geringe Lärmsenkungen auch nicht genügen, um das zu rechtfertigen - siehe Rechtspechung.

Dass "die Tempo-Herabsetzung [...] die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern in diesem Bereich signifikant erhöht [hat]" und "[s]eit Einführung [...] es zu keinen bekannten riskanten Situationen mit Radfahrern gekommen [ist]" und "sich seit Einführung von Tempo 30 die Zahl der Radfahrer entlang der Hauptstraße deutlich erhöht" hat, ist auch alles nur unbewiesene Meinung. Hat Herr Frohnmüller vorher und Nachher Buch geführt und alle riskanten Situationen zu 100% gemeldet bekommen und erfasst? Hat er die Radler vorher und nachher gezählt? Lags an der Maßnahme oder eher am guten Wetter, wenn er es subjektiv erfasst? Die Behauptungen sind so eindeutig als reine Behauptungen erkennbar, dass es schon weh tut, sowas als "Tatsache" zum Lesen vorgehalten zu bekommen.

Alles in allem bleibt das ganze ein rein ideologisch und egoistisch motivierter Quatsch, der abgeschafft gehört. Wer NACHWEISEN kann, dass das hier zu rechtfertigen wäre, der tue das bitte, denn mit einem NACHWEIS, dass die Maßnhamen gerechtfertigt UND effektiv ist, wäre auch die Akzeptanz beim Pendler höher, ebenso wie eine eher noch sinnvolle Beschränkung der Geschwindigkeit auf die Nachtruhezeiten. Damit könnten vielleicht alle ganz gut leben?

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