Bürgermeisterin Mann: Umfrage nicht tendenziös

Die Umfrage, die die Stadt Ulm bei Eltern von Dritt- und Viertklässlern macht, stößt manchen Eltern sauer auf. Abgefragt wird, ob die Eltern ihr Kind an einem neunjährigen Gymnasium (G9) anmelden würden, wenn es in Ulm eines gäbe.

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Die Umfrage, die die Stadt Ulm bei Eltern von Dritt- und Viertklässlern macht, stößt manchen Eltern sauer auf. Abgefragt wird, ob die Eltern ihr Kind an einem neunjährigen Gymnasium (G9) anmelden würden, wenn es in Ulm eines gäbe. Eltern kritisieren, dass der Fragebogen "tendenziös" und "nicht ergebnisoffen" formuliert sei. Im Begleitbrief der Stadt steht, dass die Einrichtung eines G9 viererlei bedeutet: keine Auswahlmöglichkeit des Profils, möglicherweise längerer Schulweg, begrenzte Aufnahmekapazität und bindende Anmeldung für die gesamte Schulzeit. Daraus ziehen die Eltern den Schluss, dass "seitens der Verwaltung ein G-9-Versuch nicht gewünscht ist".

Sozialbürgermeisterin Iris Mann reagiert auf die Kritik mit dem Hinweis: "Die Bedingungen hat nicht die Stadt gemacht, sondern die gibt das Land vor." In dem Schreiben seien die Vorgaben für G9 transparent gemacht, um nicht Wünsche zu wecken, die nicht erfüllbar sind und zu großer Enttäuschung führen. "Wir wollen den Eltern nicht in die Tasche lügen", betont Mann. Sie kann die Reaktion der Eltern nachvollziehen - aber die Stadt habe in dieser Frage keinen Handlungsspielraum, um aus den Vorgaben auszubrechen und "einen Ulmer Weg zu gehen". Die Stadt könne nur versuchen, in Stuttgart den Wunsch der Eltern vorzutragen und Druck über den Städtetag aufzubauen.

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