Brasilien ist Thema des Kulturfrühlings

"Es gibt nichts, was es in Brasilien nicht gibt", sagen die Brasilianer. Aber auch in Ulm gibt es jetzt beim dritten "Kulturfrühling" ziemlich viel Brasilien.

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In diesem Herbst ist Brasilien Gastland der Frankfurter Buchmesse, 2014 findet in diesem südamerikanischen Staat die Fußball-Weltmeisterschaft statt, 2016 richtet Rio de Janeiro die Olympischen Spiele aus . . . Und die Ulmer widmen Brasilien schon jetzt ihren "Kulturfrühling", der am 23. März mit einem Fest im Stadthaus beginnt (wo ja bereits die "Brasilia"-Fotoausstellung läuft) und bis in den Spätsommer hinein zahlreiche Veranstaltungen bietet. Zum dritten Mal haben sich viele Ulmer Kultureinrichtungen zusammengeschlossen, um quasi ein Festival außerhalb der Reihe zu organisieren: mit Eigenmitteln, ganz ohne Extra-Zuschuss, nur mit Sponsorengeld der Sparkasse für die Werbung.

Zum Organisationsteam gehören Rainer Markus Walter (Donaubüro), Carmen Mark (Roxy) und vor allem Brasilien-Fan Dagmar Engels von der vh als Koordinatorin. Die vh macht nicht nur Basisarbeit mit Portugiesisch-Sprachkursen, Samba-Workshops und Koch-Abenden, sondern zeigt auch brasilianisches Kino und bietet Vorträge zu Land, Leuten, Geschichte und Politik. Großer Partner und Türöffner des "Kulturfrühlings" ist die Deutsch-Brasilianische Gesellschaft, dessen baden-württembergischer Sektion der auch in Brasilien wirkende Unternehmer Johannes Kärcher vorsteht. Dessen Assistentin Martina Merklinger wiederum ist Kunsthistorikerin und hat ein Buch über Max Bill, die Ulmer HfG und Brasilien geschrieben. So hat sich mancher Kontakt, manche von der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft vermittelte Veranstaltung ergeben.

Der "Kulturfrühling" hat zahlreiche Ausstellungen im Programm, darunter zeitgenössische brasilianische Kunst im Ulmer Kunstverein ("Abra o olho - Augen auf!") und eine Foto-Schau über "Frauen in Brasilien". Es gibt Konzerte mit Latinjazz, Samba oder Brasil-Pop. Es gibt Literatur und Vorträge. Und Radio free FM macht gewissermaßen als Festivalsender mit.

Soll also keiner nach diesem "Kulturfrühling" sagen, Brasilien sei ihm unbekannt: Ein Programm-Poster liegt in der Stadt aus, der Internet-Auftritt mit allen Infos soll demnächst freigeschaltet werden.

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