Boom bei Immobilien hält an

Wegen der Verunsicherung in der Euro-Krise geht der Anlagetrend bei der Hypovereinsbank stark zu Immobilien. Zumindest Firmen halten sich vorerst mit Investitionen zurück. Die Hypo steht aber mit Krediten bereit.

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  • Matthias Böhmer: Die Region ist wachstumsstark. Foto: Hypo 1/2
    Matthias Böhmer: Die Region ist wachstumsstark. Foto: Hypo
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    Guido Krickl: Weitere Kreditvergaben problemlos möglich. Foto: Hypo
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Trotz der niedrigen Zinsen scheuen private Anleger das Risiko an den Börsen und setzen verstärkt auf Sachwerte wie Gold und Immobilien. Die drei Immobilienexperten der Hypovereinsbank kommen 2013 nach dem schon starken Vorjahr mit Finanzierungen kaum noch nach. Das berichtete der Leiter für das Privatkundengeschäft in der Region Württemberg-Ost, Matthias Böhmer, beim Jahresgespräch in der Filiale am Ulmer Marktplatz.

Die Berater der Bank erklären der Kundschaft nach Böhmers Worten, dass die Zinsen wegen der Euro-Schuldenkrise "künstlich niedrig gehalten" werden. Im Zuge der daraus resultierenden Verunsicherung würden liquide Mittel derzeit "viel zwischengeparkt". Zumindest für die zur italienischen Unicredit-Gruppe gehörende Bank hatte die Lage bisher keine Nachteile. Die Hypo steigerte den Konzernüberschuss um ein Drittel. Und die Ulmer Niederlassung steuerte, wie es hieß, bei Privat- und Firmenkunden einen überdurchschnittlich hohen Betrag bei.

Es gibt seit der Reorganisation nur noch zwei statt bisher vier Banksparten (siehe Infokasten). In der Privatkundenbank ist das Geschäft mit vermögenden Kunden (Private Banking) aufgegangen. Böhmer profitiert in der Sparte nach seinen Worten von der "wachstumsstarken Region". Das nicht näher bezifferte regionale Ergebnis wird als stabil bezeichnet. In der Unternehmerbank wurde das Geschäft mit kleinen und großen Firmen zusammengeführt. Das Kreditgeschäft soll nach den Worten des neuen Leiters Guido Krickl weiter ausgebaut werden.

Krickl ist Nachfolger des zur BW-Bank gewechselten langjährigen Firmenkundenchefs Markus Kistler. Er registriert eine Investitionszurückhaltung bei den Betrieben, die voraussichtlich im ersten Halbjahr weiter andauern werde. Von Sommer an müsste sich dieser Stau aber mit einer höheren Kreditnachfrage auflösen. Die Hypo, die zwischen Ostalb und Bodensee 7000 Firmen betreut, sei mit ihrer hohen Kapitalquote für neue Darlehen gerüstet.

Das Team Krickls am Standort Münsterplatz umfasst 55 Mitarbeiter. Bei Böhmer sind es 116 Beschäftigte in 13 Filialen: über Ulm und Neu-Ulm hinaus noch in Weißenhorn, Illertissen, Heidenheim, Biberach, Ravensburg, Friedrichshafen, Konstanz, Lindau (zweimal), Lindenberg, Wangen. Das Filialnetz ist ungefährdet, der Trend geht jedoch zur Beratung in Videokonferenzen der Hypo-Online-Filiale.

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