Böfingen am Sonntag ohne warmes Wasser

Wer am Sonntag Wert auf warmes Wasser legt, sollte früh duschen. Um 8 Uhr stellt die FUG ihre Wärmeversorgung ab, um eine Hauptleitung zu erneuern.

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. Vor 50 Jahren waren Fernwärme-Leitungen, wie sie unter anderem heute noch neben der Ludwig-Beck-Straße verlegt sind, Stand der Technik. Der Leichtbeton-Mantel, der die beiden Rohre umgibt, habe sich auf Dauer aber nicht bewährt, berichten Karl Zepf, Vertriebsleiter der Fernwärme Ulm GmbH (FUG), und sein Kollege MichaelReiser. Er brösele, an einigen Stellen sei er gebrochen. Zum großen Teil seien die Schäden, die an unterschiedlichen Stellen in Böfingen aufgetreten sind, aber schon behoben.

Von den Arbeiten, die am Sonntag anstehen, sind nicht wie bisher drei, vier Häuser oder die Anlieger eines kleinen Straßenabschnitts tangiert. Am 29. Juli wird ganz Böfingen östlich der Heidenheimer Straße vom Fernwärmenetz der FUG genommen. Lediglich die Bewohner des Eichenplatzes und des Eichbergs sind nicht betroffen, berichten die beiden Mitarbeiter.

Der Anlass ist, dass ein Stück Hauptleitung an der Ludwig-Beck-Straße ersetzt werden muss. Die neuen Kunststoffmantel-Rohre für die 350 Meter lange Leitung zwischen der Einmündung der Ludwig-Beck- in die Heidenheimer Straße und der Einmündung der Eberhard-Finckh- in die Ludwig-Beck-Straße liegen schon im Grünstreifenneben der Straße. Am Sonntag muss der alte Strang vom Netz geschweißt und der neue angeschlossen werden.

Dazu sind etwa 20 Handwerker einer Fremdfirma und der FUG im Einsatz, berichten Zepf und Reiser. Gestartet werde um 8 Uhr. Als erstes muss das gesamte Wasser abgepumpt werden, das sich im Netzstück befindet. Anschließend werden die neuen Rohre, die im Abstand von zwei Metern parallel zu den alten verlegt sind, angeschweißt. Je nachdem wie schnell die Arbeiter vorankommen, werden die Böfinger wieder mit Warmwasser versorgt. Das könnte bereits am späten Sonntagabend der Fall sein, spätestens aber in den frühen Morgenstunden des Montags.

Zur durchgängigen Versorgung des Altenheims und des Atrium-Hotel mit Warmwasser werden während der Bauarbeiten zwei mobile Stationen eingesetzt. Eine wird elektrisch, die andere mit Öl betrieben. Die Kosten für den Ersatz der Hauptleitung belaufen sich auf etwa 580 000 Euro.

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