Bodo Wartke als Kavalier am Klavier

Er ist ein Multitalent: Kabarettist, Entertainer und ein schlicht perfekter Pianist. Bodo Wartke gastierte im vollbesetzten Congress Centrum.

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Ein echter Könner am Klavier: Bodo Wartke im CCU.  Foto: 

Der 38-jährige in Hamburg geborenen Klavier-Kabarettist ist sichtlich erfreut, als er die Bühne im vollbesetzten Congress Centrum (CCU) betritt. Er lacht, wirkt authentisch. Dann spielt er das erste Stück seines aktuellen Programms "Was, wenn doch?"

Auch in diesem, seinem bereits fünften Klavierkabarett-Programm, dreht sich bei Bodo Wartke vieles um die Liebe. Mit dem Stück "Mein Gefühl" steigt der begnadete Pianist gleich voll ins Thema ein: "Wer liebt, riskiert zu leiden, wer nicht liebt, leidet schon." Gelitten wird häufig in seinen Liedern. In "Es reicht nicht" singt der Künstler von einem nahezu perfekten Paar, alles passt, aber "es reicht nicht". In "Alles auf Anfang" singt er vom "tiefen Tal der Qual", in das ein Liebender fällt, wenn er scheitert.

Aber die Liebe hat noch mehr Facetten und Bodo Wartke kennt sie alle. Mit einer unglaublichen Leichtigkeit bringt er sie mit seinem Klavier zum klingen. In "Blues, Baby! Blues" legt Bodo Wartke einen Blues auf die Tasten, dass die Luft vor Erotik nur so flirrt. Mit dem Stück "Avec plaisir" zeigt er, was ein Kavalier ist und spielt einen schmissigen Charleston - sein Überraschungsgast, die Schauspielerin Melanie Haupt aus Berlin, tanzt dazu.

Bodo Wartke, der ebenfalls in Berlin lebt, tanzt auch. Während ihres Paar-Stepptanzes mit Freestyle-Percussion- Einlage bringen die beiden Kabarett-Kollegen nicht nur den Flügel, sondern auch Teelöffel, Teedose und Teekanne zum Klingen. Diese Experimentierfreudigkeit gefällt dem Ulmer Publikum. Zum Beispiel auch, wenn Bodo Wartke die Arie der Königin der Nacht aus Mozarts "Zauberflöte" auf seine ganz eigene Weise rezitiert und musikalisch interpretiert - einfach köstlich.

Und dann wieder Lieder über unerfüllte Liebe - irgendwie haftet dem Künstler dieses Gefühl an. Sein Programm wirkt nicht mehr so unbeschwert, sondern ernsthafter, hintergründiger als noch vor ein paar Jahren. Was jedoch gleich geblieben ist: Bodo Wartkes Authentizität.

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