Blechimpuls macht nicht vor Beethoven Halt

Wie schon vor zwei Jahren begann das Konzert der Ulmer Formation mit "Gestatten, Blechimpuls!", einer knackigen musikalischen Visitenkarte, die Patrick Egge für das Ensemble komponiert hatte. Die weckte auch beim erneuten Hören Lust auf das weitere Programm dieser vorzüglichen Musiker.

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Wie schon vor zwei Jahren begann das Konzert der Ulmer Formation mit "Gestatten, Blechimpuls!", einer knackigen musikalischen Visitenkarte, die Patrick Egge für das Ensemble komponiert hatte. Die weckte auch beim erneuten Hören Lust auf das weitere Programm dieser vorzüglichen Musiker.

Mit "A Song for Japan" von Stephan Verhelst, "The Earle of Oxfords March" von William Byrd und "Mr. Jums", einer der unvermeidlichen Katzen aus den Zyklen von Chris Hazzell, gab es weitere Wiederholungen. Doch wie die Katzen einfach dazugehören - waren sie doch der Impuls, das Ensemble zu gründen -, waren die Wiederbegegnungen keine einfachen Reprisen.

Dank der wechselnden Besetzung und dank des neuen künstlerischen Leiters, dem Trossinger Professor Manfred Schreier, gab es einen spannenden Blick darauf, wie Interpretationen mit der Zeit reifen können.

Als neues Werk präsentierten die elf Instrumentalisten inklusive zwei Frauen an Trompete und Tuba (!) die Fanfare aus Paul Dukas Ballett "La Peri". Das Arrangement stammt von Posaunist Johannes Last, der auch das Hauptwerk des Abends für das Ensemble passend gemacht hatte. Entgegen ihrer bisherigen Tradition fand das Konzert nicht in der Christus-Kirche in Söflingen statt, sondern im Stadthaus, in dem ein Konzertflügel einfach besser zur Geltung kommt. Blechimpuls spielte nämlich das 3. Klavierkonzert c-Moll von Ludwig van Beethoven in einer Bearbeitung für Klavier, elf Bläser und Pauken.

Diese aufregende Fassung ließ nach wenigen Irritationsmomenten die fehlenden Streicher und Holzbläser völlig vergessen. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte der 20-jährige Ulmer Pianist Janis Pfeifer, der mit großer Ruhe und einer starken Interpretation dem Flügel alles abverlangte. Mit einem Brahmsschen Intermezzo bedankte sich Pfeifer für den verdienten Beifall, mit Gershwins "Summertime" verneigte sich das Blechensemble. Was bleibt, ist die Lust auf mehr.

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