Bläserphilharmonie fliegt nach Südafrika

Josef Christ und seine jungen Musiker gehen nächste Woche auf Tournee: Ziel ist diesmal Kapstadt.

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So wirbt die JBU für ihr Konzert in Drakensberg.  Foto: 

Sie haben noch jede Menge zu tun: Am Sonntag gestalten sie das Paradekonzert auf dem Marktplatz, am Schwörmontag sind sie bei der Schwörfeier auf dem Weinhof mit von der Partie, am Dienstag ist dann die Generalprobe für das Programm der Konzert­reise – ­­und am Mittwoch starten 61 Musiker der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) und acht Betreuer nach Südafrika.

Zumindest für Dirigent Josef Christ ist das Ziel nicht unbekannt. Er war schon mal mit seinem Orchester dort. 1999, als das Ulmer Vorzeigeensemble noch Ulmer Knabenmusik hieß. Die aktuelle Reiseroute ähnelt der damaligen ziemlich: Konzerte in Kapstadt, Port Elizabeth, Durban, Drakensberg, Pretoria. Und von Johannesburg aus geht’s zurück. „Das sind einfach die wichtigsten Orte in Südafrika“, erklärt Christ. Dazu gibt es Ausflüge nach St. Lucia und in den Hluwehluwe Park, wo die jungen Musiker in Zulu-Hütten übernachten.

Richtige Wahl der Fluglinie

Im Land reisen die Musiker mit zwei Bussen – trotz der großen Entfernungen. So umfasst die Etappe Port Elizabeth nach Durban alleine mehr als 900 Kilometer. „Das sind zwölf Stunden Fahrt, aber wir haben pro Bus zwei Chauffeure dabei“, sagt Christ. Fliegen kam nicht in Frage – wegen des massiven Übergepäcks eines Orchesters. Obwohl die schweren Instrumente wie Pauken, Xylo- und Vibraphone vor Ort geliehen werden, sind es immer noch 660 Kilo, die zusätzlich transportiert werden müssen. Die Kulanz beim Übergepäck ist auch immer ein entscheidender Faktor für die Wahl der Fluglinie, erklärt Christ. Den Zuschlag bekam Emirates Airline.

Acht Konzerte stehen in den zweieinhalb Wochen auf dem Programm, übernachtet wird meist in Gästehäusern und Camps. Gastfamilien gibt es nur in Port Elizabeth. Christ nennt auch den Grund dafür: „Unsere Partnerorchester geben sich viel Mühe mit der Jugendarbeit in den Townships, sie stellen den dortigen Jugendlichen Instrumente, geben ihnen Unterricht.“ Nur: In den Townships wohnen arme Menschen, meist unter eher provisorisch anmutenden Bedingungen. Gästezimmer sind da unbekannt.

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