Bilder aus dem alten Ulm

Das erste Nabada, das erste Donaufest, aber auch Bilder aus der Nazizeit. Das alles ist bei den Ulm-Filmtagen vom 2. bis 6. Januar zu sehen.

|
Vorherige Inhalte
  • Das Fischerviertel sieht heute fast noch genauso aus wie in den 30er und 40er Jahren - nur die Mode hat sich ein wenig geändert. 1/2
    Das Fischerviertel sieht heute fast noch genauso aus wie in den 30er und 40er Jahren - nur die Mode hat sich ein wenig geändert. Foto: 
  • Die Kammerlichtspiele gehören inzwischen der Vergangenheit an, daher werden die historischen Ulm-Filme in der Lichtburg gezeigt. 2/2
    Die Kammerlichtspiele gehören inzwischen der Vergangenheit an, daher werden die historischen Ulm-Filme in der Lichtburg gezeigt.
Nächste Inhalte

Sein Geld verdient Günter Merkle, Geschäftsführer der Ulmer Protel Film&Medien GmbH, mit Werbefilmen für die Industrie. Auch für die Werbefilme der Stadt Ulm zeichnet seine Firma verantwortlich. In diese Filme wird immer wieder historisches Filmmaterial eingearbeitet - was zu einer Art Hobby für Merkle geworden ist. "Ich schaue halt, dass zwischendurch die Kosten wieder etwas reinkommen", sagt er.

Auch die Ulm-Filmtage, die er in Kooperation mit der Lichtburg zum ersten Mal veranstaltet, sind nicht in erster Linie aus kommerziellen Gründen entstanden. Merkle geht es um den Film an sich, wie er sagt. Etwa darum, die historischen Ulmfilme, deren erste Folge in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv 2004 auf DVD erschienen ist, in HD-Qualität zu zeigen - erweitert um diverse Szenen. "Wir bekommen immer wieder zusätzliches Material zugeschickt", erzählt er. Beispielsweise von Menschen, die die historischen Ulm-Filme gesehen hatten und Filmmaterial zuhause haben.

Geplant ist, die Filme alle zwei Jahre zu aktualisieren und im Kino zu zeigen. Denn die Ulm-Filmtage sollen von nun an regelmäßig stattfinden - und keineswegs nur alte Filme zeigen. "Ich hoffe, dass auch junge Filmemacher aufmerksam werden und Interesse zeigen, mitzumachen", sagt Merkle.

In der ersten Auflage wird zunächst vor allem das ältere Publikum bedient. Gezeigt wird etwa das erste Nabada aus dem Jahr 1927 und das erste Fischerstechen sogar von 1922. Auch die düsteren Ulmer Zeiten werden nicht ausgelassen, so sieht man etwa im Jahr 1943 Soldaten die historische Altstadt besichtigen - das Material wurde dann für einen Nazi-Propagandafilm benutzt, erzählt Merkle. Auch Ereignisse aus neuerer Zeit sind festgehalten, etwa das erste Donaufest aus dem Jahr 1998. Die Kommentare zum Film hat Merkle selbst eingesprochen, dazu improvisiert Hannes Kalbrecht auf dem Piano. "Damit die 70 Minuten auch kurzweilig werden", meint Merkle.

Außerdem gezeigt werden zwei Filme der aus Neu-Ulm stammenden Regisseurin Sibylle Tiedemann: "Kinderland ist abgebrannt" über Ulm in den 30er Jahren und die Fortsetzung "Briefe aus Chicago", wo es um eine Ulmer Familie im Exil geht.

Info Die Ulm-Filmtage finden von Donnerstag, 2., bis Montag, 6. Januar, in der Lichtburg statt. Den Beginn machen die "Ulmer Feste", gefolgt von den Filmen Sibylle Tiedemanns, an den beiden letzten Tagen kommen die "Historischen Ulm-Filme". Beginn jeweils um 11 Uhr.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mordprozess: Lebenslang für den Beifahrer, neun Jahre für den Fahrer

Im Hechinger Mordprozess wurden am Mittwochvormittag die Urteile gesprochen. Der Beifahrer im Tatfahrzeug bekommt lebenslang, der Fahrer neun Jahre Jugendstrafe. weiter lesen