Biberbau vermasselt Spaziergängern die Tour

"Dieser Weg wurde durch die Unterhöhlung des Bibers schwer geschädigt und ist bis auf weiteres gesperrt", heißt es unter dem Durchgangs-Verbotsschild beim Oberen Ausee.

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    Biberschäden in der Ulmer Friedrichsau. Foto: 
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    Wer dieses Schild in der Friedrichsau nicht befolgt, fällt in ein tiefes Loch: Der Biber hat direkt unter dem Weg seinen Bau gegraben. Foto: 
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Die lang ersehnten Sonnenstrahlen in der Au auf gewohntem Wege genießen – das ist momentan nicht möglich: Der Biber untergräbt dieses Ansinnen im wahrsten Sinne des Wortes. „Dieser Weg wurde durch die Unterhöhlung des Bibers schwer geschädigt und ist bis auf weiteres gesperrt“, heißt es unter dem Durchgangs-Verbotsschild beim Oberen Ausee.

Der streng geschützte Nager hat nicht nur die Böschung oberhalb des Wasserspiegels unterhöhlt. „Dummerweise hat er seinen Bau direkt unter dem Weg angelegt“, sagt Christian Giers, Leiter der Abteilung Grünflächen bei der Stadt Ulm. Die Folge: Der Weg ist eingesackt und deshalb nicht mehr begehbar.

Doch das wird bald anders werden, denn heute treffen sich die Biberbeauftragten der Stadt Ulm und des Regierungspräsidiums Tübingen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. „Da wird dann beschlossen, wie Weg und Böschung langfristig geschützt werden“, sagt Giers. „Und dann wird der Weg auch wieder eben gemacht.“

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Kommentare

06.03.2013 14:52 Uhr

Biber einfangen? - Unsinnig!

Tja, lieber Herr Otten, da haben Sie nicht aufgepasst. Die Biberbeauftragten verkünden doch drehleiherartig, dass eine Einfangen der Tiere keinen Sinn hätte, weil die Reviere immer gleich wieder besetzt werden.

Wissen Sie das nur nicht, oder ignorieren Sie das?
Und ich befürchte, die haben da nicht unrecht: Bei dem Populationsdruck, dem inzwischen die Biber ausgesetzt sind, bleibt das nicht aus.

Also; Besser hinhören.

Und übrigens: Gegen die Beleidigung von 'ewig gestrige' verwahre ich mich. So kann man allenfalls die hysterischen Grünen bezeichnen, welche lieber die Lügen von irgendwelchen Ökohysterikenr glauben als wissenschaftliche Erkenntnisse.

Oder haben Sie schon mal erkläft bekommen, warum es immer wieder Warmzeiten gab zu Zeiten, als die Dinosaurier noch bei uns heimnisch waren? Sind die vielleicht zu viel Auto gefahren?

Komisch - bei der Frage kneifen die Ökos alle..

PS: Natürlich, AKWs mögen wir alle nicht. Das ist übrigens keine Frage. Aber man kanns auch übertreibe

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06.03.2013 12:56 Uhr

Antwort auf „Biber - Landplage! Sollen gut schmecken!”

Die Worte der ewig gestriegen... Früher war alles besser, gell?

Das Biber geschützt werden, hat seinen guten Sinn. Biber schaffen neue Ökosysteme, für eine vielzahl von Tieren und Pflanzen.

Der Biber in der Friedrichsau ist sicherlich suboptimal, aber dann braucht man eine sinnvolle Lösung (Biber kann man auch einfangen)

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06.03.2013 08:59 Uhr

Biber - Landplage! Sollen gut schmecken!

Früher hat man so Viecher abgeschossen und denjenigen, der die auch noch verteidigt hat, mit Rossbollen beworfen.

Tja.. Früher war so machens besser.

Da gabs auch noch keine Öko-'Lüge'. Oder glaubt noch irgend jemand außer der daran verdienenden Industrie und den Berufsgrünen an die 'Klimaerwärmung'?

Nach 15 Jahren, in denen es eben NICHT wärmer geworden ist?

Dann sollte er aus dem gut geheizten Bürofenster schauen: Dieser Winter ist einer der kältesten seit Jahren.

Also, ich glaube diese Klimaerwärmungsgeschichte schon lange nicht mehr!

Gnauso unsinnig wie bei uns den Schädling Biber überall in dem Maße zu schützen.

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06.03.2013 08:44 Uhr

Biberbeauftragte?

Meine Güte! Biberbeauftragte? Gibts jetzt für jedes freilaufende Vieh eine eigene Verwaltungsstelle:
Schwanenbeauftragter, Rattenbeauftragter, Taubenbeauftragter?

Oh Herr, schick Blitz und Donner und erlöse uns vor Politik und Verwaltung!

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