Betrugsopfer aus Ulm

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Die Staatsanwaltschaft Ulm hat gegen einen 23-jährigen Mann Anklage wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in drei Fällen zur Großen Strafkammer des Landge-richts Ulm erhoben. Der Angeschuldigte soll einer Bande angehören, deren Mitglieder aus Zentralafrika stammen und sich mit dem sogenannten "Wash-Wash-Trick" hohe Geldsummen verschaffen.

Bei diesem Trick wird vorgegeben, dass Bargeld schwarz gefärbt sei, um es unverzollt aus dem Ausland nach Deutschland einführen zu können. Mit Hilfe spezieller Chemikalien und echten Geldscheinen könne das Geld wieder "gewa-schen", also entfärbt werden. Die Täter fordern von ihren Opfern Geld für angebliche Spesen, Transportkosten und Chemikalien. Die Opfer sehen ihr Geld nie wieder - gewaschen wurde erst recht nichts.

So ging es auch einem Mann aus dem Raum Ulm. Gemäß Anklagesatz wurde er 2010 über eine Immobilienverkaufsanzeige kontaktiert. Dann wurde er nach Berlin gelockt unter der Vorgabe, eingefärbtes, aus Zentralafrika stammendes Bargeld in Höhe von 550 000 Euro liege dort bei der Landesvertretung des afrikanischen Staates zur Abholung bereit. Für die Finanzierung des Transportes streckte das Opfer 2000 Euro vor, später weitere 18 000 Euro für den Kauf von Chemikalien und dann gar 250 000 Euro, um sich angeblich an der Entfärbung des Geldes gewinnbringend zu beteiligen.

Der Angeschuldigte konnte Ende 2010 zunächst untertauchen. Er wurde aufgrund des Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Ulm im Mai 2013 in Belgien festgenommen und im Juni nach Deutschland ausgeliefert. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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