Bergsteiger aus Ulm in Schweiz tödlich verunglückt

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Wie erst jetzt bekannt wurde, war unter der vor elf Tagen in der Schweiz tödlich verunglückten Seilschaft auch ein Bergsteiger aus Ulm. Nach einer Information der Kantonspolizei in Pontresina war die Dreiergruppe am Donnerstag, 3. August, auf dem Biancograt zum Gipfel des Piz Bernina unterwegs, als es gegen 7.30 Uhr morgens zu dem Unglück kam.

Demnach stürzte die Seilschaft in einer Höhe von etwa 3600 Metern rund 300 Meter in die Tiefe. Was zu dem Unglück geführt hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Dem Vernehmen nach ermittelt die Polizei noch den genauen Hergang.

Der junge Ulmer war mit zwei Bekannten aus dem Raum Fulda unterwegs und hatte sich schon einige Tage zuvor im Kanton Graubünden für verschiedene Bergtouren aufgehalten. „Er war sehr besonnen und sicher unterwegs“, sagte Johannes Hühn, stellvertretender Vorsitzender der Ulmer Sektion des DAV.

Anspruchsvolle Route

Der Verunglückte ist in hiesigen Bergsteigerkreisen offenbar bekannt und hoch geschätzt. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie“, sagte Hühn gestern, nach dessen Angaben die Gruppe auf einem Firnfeld im oberen Teil des Biancogrates unterwegs war. Dieser Aufstieg auf den 4048 Meter hohen Piz Bernina ist ein beliebter Klassiker, der allerdings hohe Anforderungen an seine Besteiger stellt. Vor allem wegen der zuletzt warmen Witterung gilt die Route als anspruchsvoll.

Wie die Kantonspolizei weiter mitteilt, konnte die Gruppe erst am nächsten Tag geborgen werden, obwohl andere Bergsteiger den Unglücksfall beobachtet und sofort die Bergrettung verständigt hatten. Aufgrund von Steinschlag war eine sofortige Bergung aber weder von der Luft noch vom Boden aus möglich, heißt es. Die Seilschaft bestand aus zwei Männern und einer Frau, die einem Bericht der Zeitung in Fulda 23 Jahre alt war.

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